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Weltcup Männer Kitzbühel sehnt die Kälte herbei

In Kitzbühel sind Temperaturen und Luftfeuchtigkeit zu hoch, was die Organisatoren vor grosse Probleme stellt. Noch ist die Hoffnung aber da, dass die Rennen am Wochenende stattfinden können.

Das Positive vorweg: Schnee hat es auf der Streif in Kitzbühel inzwischen genug. Die Organisatoren haben weder Kosten noch Mühen gescheut, um das weisse Material auf die Piste zu schaffen. 1800 Tonnen Schnee wurden per Helikopter aus Depots auf die Streif geflogen: Genug, um auch den untersten Teil, den Hausberg mit der berühmten Traverse, präparieren zu können.

Schnee ja, Kälte nein

Das Problem ist nun: Schnee allein reicht nicht. Es braucht auch tiefe Temperaturen, um eine renntaugliche Piste zu präparieren – und das ist im Moment der Haken. Denn in Kitzbühel ist es viel zu warm. «Im unteren Teil ist die Piste heute absolut nicht befahrbar», so die klaren Worte von FIS-Renndirektor Günter Hujara.

Eine Absage des ersten Trainings musste die Jury am Morgen früh nicht lange diskutieren. «Einerseits wäre es für die Athleten viel zu gefährlich», erklärt Hujara, «andererseits würden wir auch noch die Piste kaputt machen.»

Für Donnerstag zwei Trainings geplant

Die Organisatoren hoffen nun auf eine klare Nacht. Mit den angekündigten leicht tieferen Temperaturen könnte die Piste soweit zufrieren, dass am Donnerstag ein Training möglich ist. Geplant sind sogar deren zwei.

Denn streckenmässig gibt es einen Plan A und einen Plan B. Falls der Hausberg am Renntag nicht befahren werden kann, würde er umfahren. Die Athleten würden vor der Hausbergkante auf die Slalom-Piste auf dem Ganslernhang einbiegen und dann unten wieder auf der Originalstrecke ins Ziel fahren.

Beide Varianten sollen am Donnerstag trainiert werden, damit man am Renntag die Wahl hat. Denn das Reglement besagt, dass jede Passage einer Abfahrt mindestens einmal trainiert werden muss.

«Wir haben grosse Herausforderungen vor uns», betont Hujara, der aber optimistisch bleibt. «Das Wetter können wir zwar nicht ändern, aber wir können alles dafür tun, dass wir bereit sind, wenn das Wetter etwas zulässt.»

Acht Millionen Franken investiert

Rund 400 Helfer sind momentan am Berg im Einsatz, hier in Kitzbühel wird nichts unversucht gelassen, zu viel hängt von diesem Rennwochenende ab. Acht Millionen Franken investiert der Skiort in die Rennen, eine Absage wäre für den hiesigen Tourismus eine mittlere Katastrophe.

Noch etwas Positives zum Schluss: In Kitzbühel sieht es inzwischen wenigstens etwas nach Winter aus. Zaghafter Schneefall in den letzten Tagen hat die meisten grünen Stellen entlang der Streif bedeckt. Es ist zwar nur ein Zuckerguss, aber man ist in diesem (warmen) Winter im Tiroler Nobelskiort schon mit wenig zufrieden.

Legende: Video Ski: Prekäre Situation in Kitzbühel abspielen. Laufzeit 03:14 Minuten.
Aus sportaktuell vom 22.01.2014.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Regli, 8613 Wetzikon
    Guten Tag Bin am Cortina Rennen und finde keine Namen von den Kommentatoren. Schade -!! Ob am Hahnenkamm, dass bald beginnt wohl Namen der Kommentatoren gezeigt werden--? Mit freundlichen Grüssen Paul Regli sehe soeben : Netiquette, mal gucken ob das was bringt .
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  • Kommentar von Matthias Haubenschmid, 8555
    Wahnsinn für was man so Geld ausgibt.... Hirnrissig!!!!!!
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    1. Antwort von W. E, H
      Nun, ALLE Profi-Sportler verdienen mit ihrem Sport ihren Lebensunterhalt. Aber da gibt es Sportarten, wo viel mehr Geld in die Veranstaltungen investiert wird! Z. B in der Formel 1 & Strassen-Radrennen. Aber da ist es dann in Ordnung wenn man Fan davon ist? Der Skisport mehr vom Wetter abhängig ist als die anderen Sportarten, sind die Investitionen gegenüber diesen doch sehr bescheiden. Unter anderem, weil es viele freiwillige Helfer gibt.
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  • Kommentar von Freimuth Thomas, PLattling
    Die 4Millinen sind eh umsonst! Spendet es lieber den Armen, von der 3.Welt und den ganzen Opfern von Natur Katastrphen, ist echt gscheiter, als so ein blödes Rennen! Danach schuta wieder recht saublöde, wenn ein zsamm rennt! Tom
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