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Zusammenfassung Super-G
Aus Sport-Clip vom 25.01.2021.
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Kriechmayr gewinnt den Super-G Odermatt fehlt wenig zum Sieg auf der Streif

Vincent Kriechmayr hat den Super-G in Kitzbühel gewonnen. Ihm am nächsten kam Marco Odermatt. Auch Loïc Meillard überzeugte.

Das Podest

  • 1. Vincent Kriechmayr (AUT) 1:12,58 Minuten
  • 2. Marco Odermatt (SUI) +0,12
  • 3. Matthias Mayer (AUT) +0,55

Wenig hat gefehlt und Marco Odermatt hätte zum 2. Mal in seiner Karriere einen Super-G gewonnen. Dank einer brillanten Fahrt in der Traverse, in der er der Konkurrenz 0,21 Sekunden und mehr abnahm, lag der Nidwaldner bei der letzten Zwischenzeit 0,01 Sekunden vor dem späteren Sieger Vincent Kriechmayr. Doch der Österreicher verfügte auf dem letzten Abschnitt über mehr Speed als Odermatt und setzte sich letztlich knapp durch.

Dennoch kann Odermatts Leistung auf der Streif nicht hoch genug eingeschätzt werden. In seinem erst 3. Super-G in Kitzbühel – nach den Plätzen 13 und 15 in den Vorjahren – fuhr der 23-Jährige im Stile eines Routiniers. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis Odermatt seinen 2. Super-G (nach jenem im Dezember 2019 in Beaver Creek) gewinnt.

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Die Fahrt von Marco Odermatt
Aus Sport-Clip vom 25.01.2021.
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Die Sache mit der Favoritenrolle

Zum Glück gibt es in den Super-G keine Trainings. Dies dürfte sich der siegreiche Kriechmayr gesagt haben. Am Donnerstag hatte er im Abschlusstraining zu den beiden Abfahrten die klare Bestzeit aufgestellt und galt als Topfavorit. Die Folge für Kriechmayr waren viele Interviews und Fragen zu einem möglichen Sieg – was den Österreicher etwas verärgerte.

Kriechmayr musste sich denn mit den für ihn enttäuschenden Rängen 9 und 17 begnügen. Nun stand der 29-Jährige mit weit weniger Druck am Start und fuhr seinen 7. Weltcupsieg – den 5. in der Sparte Super-G – ein.

Die weiteren Schweizer

  • 9. Loïc Meillard +1,41
  • 22. Gino Caviezel +2,04
  • 28. Stefan Rogentin +2,25
  • 33. Raph Weber +3,12
  • 34. Gilles Roulin +3,14
  • Beat Feuz und Nils Mani DNF

Einen verblüffenden Auftritt zeigte Loïc Meillard. In seinem erst 4. Super-G seiner Karriere brillierte der Walliser vor allem in der Traverse (drittbeste Abschnittszeit hinter Odermatt) und realisierte als Neunter sein bestes Resultat in dieser Disziplin. Lange sah es sogar nach Platz 6 aus, doch James Crawford (CAN), Stefan Babinsky (AUT) und Matthieu Bailet (FRA) schoben sich mit den Startnummern 28, 32 respektive 50 (!) noch vor den Schweizer.

Bei Beat Feuz hingegen war nach seinen beiden Triumphen in der Abfahrt die Luft etwas draussen. Der Schangnauer verlor kontinuierlich Zeit und hatte schon bei der Hausbergkante keine Chance mehr auf einen Spitzenplatz. Dies spürte Feuz und verpasste im Zielhang ein Tor, das er mit letzter Konsequenz wohl noch erwischt hätte. «Meine Flasche war leer», so Feuz nach dem Rennen.

So geht es weiter

In dieser Woche kommen die Slalom-Spezialisten dreimal zum Zug – am Dienstag in Schladming und am Wochenende zweimal in Chamonix. Die nächsten Speed-Rennen stehen am 5. und 6. Februar in Garmisch-Partenkirchen (Super-G und Abfahrt) auf dem Programm. Danach beginnt die WM in Cortina.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Konrad Pfister  (Konrad Pfister)
    Odermatt wird auf der Streif Zweiter.
    Das wäre der Titel. Ob viel oder wenig zum Sieg fehlt, ändert nichts.
    1. Antwort von Matthias Steiner  (Matth)
      Oder: "Hervorragender Odermatt steht auf dem Super-G-Podest der Streif."
  • Kommentar von Thomas Müller  (ThomMueller)
    Ich bin Österreicher und schätze das Schweizer Team derzeit stärker ein. Haben Sie sich die Nationen-Wertung angesehen? Spätestens bei der WM werden Sie sehen, dass Swiss Ski im Moment qualitativ und quantitativ besonders gut aufgestellt ist. Mir gefällt das- und in ein paar Jahren wird Österreich wieder mal vorne sein.
    1. Antwort von Michael Zimmermann  (Mike58)
      Hallo Herr Müller
      Herzlichen Dank für das Kompliment an uns Schweizer. Ja, es werden
      wieder Zeiten kommen, wo die Österreicher wieder die Nase vorn
      haben werden. Und wir werden Ihnen das von Herzen gönnen!
      Der "Bessere" soll gewinnen. So sollte der Sport betrachtet werden!
  • Kommentar von Roland Gasche  (NachDenker)
    Nicht das erste Mal, dass uns die Österreicher zeigen wo der Hammer hängt. Ohne Marco und Loic wäre es ein Desaster geworden. Während die zweite Garde der Ösis in den Speeddisziplinen abliefern, fährt unsere zweite Garde jeder Nation hinterher - und das seit einiger Zeit. Warum schaffen Weber, Rogentin, Roulin, Mani, etc. seit Jahren den Anschluss nicht?
    1. Antwort von Julius Stern  (Stimme der Vernunft)
      Sie schreiben einen Mist, Herr Gasche. Haben Sie die letzten Abfahrten bei Männern als auch Frauen nicht mitverfolgt? SwissSki ist so stark wie selten, dank guter Jugendarbeit. Von Odermatt und den anderen Jungen wird noch viel kommen. Feuz konnte auch erst im 11. Anlauf den Hahnenkamm gewinnen, gut Ding will Weile haben.
    2. Antwort von Aiku Nussbaumer  (cestlavie)
      Ich empfehle Ihnen folgenden Suchverlauf: SRF - Sport - Live&Resultate - Ski. Dann scrollen Sie nach unten, studieren Sie die derzeitigen Ranglisten, Abfahrt, Super-G, etc. (achten Sie vor allem auch auf die Nationenwertung), und dann lehnen Sie doch einfach mal zurück und geniessen.
    3. Antwort von Walter Gisler  (FlashMuger)
      @Stern und Nussbaumer. Ja schauen Sie mal auf die Ranglisten. Dann werden Sie von der von Herr Gasche angesprochenen 2. Garde wirklich nichts sehen. Es sind bei den Schweizern einige Teamleader, die wirklich sehr gute Leistungen zeigen. Aber Weber, Mani etc. rutschen nur hinterher. Das zeigen auch die Weltcuppunkte dieser Herren...
    4. Antwort von Aiku Nussbaumer  (cestlavie)
      @Gisler. Ehrliche Frage: Sind Weber, Mani etc., unerfüllte Versprechen der Zukunft? Oder wieso bezeichnen Sie von den 23 im Weltcup gelisteten, Schweizer Skirennfahrern, die Schwächsten als die 2. Garde?
    5. Antwort von Matthias Steiner  (Matth)
      @Gisler: Aufgrund des jugendlichen Alters gehört Odermatt ja eigentlich auch zur 2. Garde – und trotzdem liefert er bereits Resultate, welch sonst eigentlich von der "1. Garde" erhofft werden.