«Metall im Kreuz»: Mayer verlässt Spital

Elf Tage nach seinem schweren Sturz in Gröden hat Abfahrts-Olympiasieger Matthias Mayer das Spital verlassen dürfen. Spätestens im Sommer will der Österreicher nach der Entfernung der Schrauben in seinem Rücken aber wieder auf den Ski stehen.

Matthias Mayer Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Matthias Mayer blickt zuversichtlich in die Zukunft. Imago

«Wenn die anderen das Saisonende habe, werde ich das Ende haben mit dem Metall, das ich im Kreuz habe», sagte Mayer im Sanatorium Kettenbrücke in Innsbruck.

Der 25-Jährige hatte sich bei seinem Sturz zwei Brustwirbel gebrochen, einen davon instabil. Mit den behandelnden Ärzten entschied sich Mayer für eine Operation, um eine bleibende Fehlstellung der Wirbelsäule zu verhindern.

Keine Spätfolgen

«Den Umständen entsprechend geht es mir gut», sagte Mayer. Mut zugesprochen erhielt er auch von den Ärzten, die davon ausgehen, dass die Brüche völlig verheilen und eine Vollbelastung der Wirbelsäule wieder möglich sein wird.

Airbag-Debatte hält an

Derweil geht die von Ted Ligety ausgelöste Debatte um den Sinn des Airbags, den Mayer als einer der wenigen Weltcupfahrer nutzte, weiter. FIS-Technikexperte Günter Hujara sagte: «Wir sind erst am Anfang.»

Aksel Svindal schlägt dickere Rennanzüge für alle vor. Landsmann Kjetil Jansrud widersprach Ligety und sagte: «Die FIS missbraucht uns nicht als Versuchskaninchen.» Mayer selbst meinte: «Bei einem solch üblen Sturz kann dich kein System schützen.»

Video «Ski: Abfahrt Männer in Gröden, Sturz von Matthias Mayer» abspielen

Mayers schlimmer Sturz

0:28 min, vom 19.12.2015

Sendebezug: SRF zwei, laufende Berichterstattung zum Skiweltcup