Zum Inhalt springen
Inhalt

Nach Unfall von Osborne Erik Guay tritt zurück

Der Kanadier beendet seine Karriere per sofort. Nicht einmal bei seinem Heimrennen geht er an den Start.

Legende: Video «Die Stürze meiner Kollegen gaben den finalen Ausschlag» (engl.) abspielen. Laufzeit 02:49 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 22.11.2018.

Erik Guay verkündete seinen Rücktritt kurz nach seinem Startverzicht zum 2. Abfahrts-Training von Lake Louise. «Ich spürte, dass ich nicht mehr auf dem Level bin, das ich mir vorstelle und die Bereitschaft zum Risiko nicht mehr da ist», so der 37-Jährige.

Er habe zudem seine Familie auf den Reisen zusehends vermisst. Schliesslich hätten die Unfälle der Teamkollegen Manuel Osborne-Paradis und Broderick Thompson seine Entscheidung beschleunigt.

Der verheiratete Vater von vier Töchtern beabsichtigte zunächst, 2018/19 seine Abschiedssaison zu bestreiten.

Drei WM-Medaillen

Guay gewann in seiner Laufbahn zweimal WM-Gold und einmal -Silber. 2011 triumphierte er in Garmisch-Partenkirchen in der Abfahrt, 2017 in St. Moritz im Super-G. Im Weltcup siegte er fünfmal. 25 Mal stand er auf dem Podest, so häufig wie kein anderer kanadischer Mann. 2009/10 gewann er die kleine Kristallkugel im Super-G.

Legende: Video Guay lässt sich bei Medaillenübergabe feiern abspielen. Laufzeit 02:28 Minuten.
Aus sportlive vom 08.02.2017.

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Beat Reuteler (br)
    Ein grosser Sportler! Hut ab.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Die Frage bleibt weiterhin: wann kommen die Verantwortlichen im Geld-Skizirkus endlich zur Einsicht, dass die "Höchstgeschwindigkeits-Rennen" sehr hohe Risiken bergen für die Gesundheit der betroffenen RennfahrerInnen? "Profitgier" um "jeden" Preis!?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Skirennsport - die Geschwindigkeiten sind enorm hoch, horrend und damit sind das auch die Gefahren bei einem Sturz -Lebensgefahr! Leider geht es auch in dieser "Sportart" seit Jahren um Geld, viel Geld, noch mehr Geld....! Eine weise Entscheidung eines Skirennfahrers , aufzuhören, diesen "Geld-Zirkus" nicht weiter mitzumachen! Der "Preis" ist effektiv zu hoch!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Franz Huber (Raffi)
      Um zu dieser Entscheidung zu kommen hat der 37 Jährige Guay allerdings sehr lange gebraucht und seine Karriere wäre sowieso sehr bald vorbei gewesen. Spätestens nachdem ich das erste Mal so eine Abfahrt live gesehen habe wurde mir klar: Da muss man ziemlich verrückt sein um da gerade runterzufahren. Das war übrigens in den 70er Jahren. Die sind auch da schon sehr schnell unterwegs gewesen, und das mit deutlich schlechterem Material als heute. Es wird aber meines Wissens niemand dazu gezwungen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Wir nennen es "pickt", Hr. Huber, nicht "verrückt". Das tönt besser und wird der Sache dialektisch besser gerecht.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen