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Rennbericht Riesenslalom Val d'Isère
Aus Sport-Clip vom 12.12.2021.
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Nef fädelt beim 1. Tor ein Noël mit überlegenem Heimsieg – Yule rettet Schweizer Ehre

Daniel Yule ist beim Slalom in Val d'Isère als Vierter der einzige Schweizer in den Top 20. Clément Noël gewinnt klar.

Das Podest

  • 1. Clément Noël (FRA) 1:30,52 Minuten
  • 2. Kristoffer Jakobsen (SWE) + 1,40 Sekunden
  • 3. Filip Zubcic (CRO) + 1,85

Als es in Val d Isère im 1. Männer-Slalom der Saison um die Entscheidung ging, überschlugen sich die Ereignisse: Zuerst leistete sich Tanguy Nef, der Viertplatzierte nach dem 1. Lauf, einen Fehler, den man nicht alle Tage sieht: Der Westschweizer fädelte beim allerersten Tor ein und schied aus. Danach fiel Sebastian Foss-Solevaag (NOR) auf den 5. Platz zurück.

Als Nächster versuchte sich Alex Vinatzer an der Bestzeit des Führenden Kristoffer Jakobsen. Der junge Italiener war drauf und dran, den Schweden an der Spitze abzulösen. Doch dann kam er beim zweitletzten Tor aus der Balance und stürzte ins Ziel. Statt einem Podestplatz blieb für Vinatzer nur der Frust.

Schliesslich ging Clément Noël als Letzter auf die Strecke. Und der Franzose präsentierte sich im Gegensatz zu seinen Vorgängern nervenstark. Der 24-Jährige zeigte keinerlei Unsicherheiten und wies im Ziel satte 1,40 Sekunden Vorsprung auf Jakobsen auf. Für Noël ist es der 9. Weltcupsieg. Dritter wurde der Kroate Filip Zubcic.

Die Schweizer

  • 4. Daniel Yule + 1,89
  • 22. Ramon Zenhäusern + 3,21
  • 23. Reto Schmidiger + 3,22
  • Ausgeschieden im 2. Lauf: Tanguy Nef und Sandro Simonet
  • Ausgeschieden im 1. Lauf: Luca Aerni, Loïc Meillard, Marc Rochat und Noel von Grüningen

Daniel Yule war es in Val d 'Isère zu verdanken, dass es für das sonst so starke Schweizer Slalomteam im 1. Rennen des Winters kein mittleres Fiasko absetzte. Der Walliser steigerte sich im 2. Lauf um 5 Positionen und wurde Vierter. Auf seinen 1. Podestplatz seit Januar 2020 fehlten Yule bloss 0,04 Sekunden.

Yule war nach dem 1. Lauf nur der drittbeste Schweizer gewesen. Doch sowohl Sandro Simonet (8.) als auch Nef (4.) schieden nach ihm aus. So war Yule am Ende der einzige Swiss-Ski-Athlet in den Top 20. Neben ihm fuhren nur noch Ramon Zenhäusern (22.) und Reto Schmidiger (23.) in die Punkte. Für Schmidiger war es das erste Weltcuprennen seit 22 Monaten, nachdem er den letzten Winter verletzt verpasst hatte.

Ärgerliche Ausfälle bereits am Morgen

Die Ausfälle zogen sich im Schweizer Team wie ein roter Faden durch das Rennen. Denn bereits der 1. Lauf war von einigen ärgerlichen Missgeschicken von Swiss-Ski-Athleten geprägt gewesen. Von den ersten 30 Fahrern kamen am Morgen bloss 3 Fahrer nicht ins Ziel. Bei diesem Trio handelte es sich aber um 3 Schweizer.

Luca Aerni lag bei Lauf-Hälfte auf Zwischenrang 3, ehe er in seinem 100. Weltcuprennen unmittelbar nach der 2. Zwischenzeit ausgehebelt wurde. Loïc Meillard war bei der 3. Zwischenzeit guter Siebter, fädelte dann aber ein. Marc Rochat kam nie richtig in Fahrt, beging Fehler um Fehler und stieg nach 20 Fahrsekunden aus.

So geht es weiter

Der nächste Slalom findet am 22. Dezember in Madonna di Campiglio statt. Vorher stehen noch ein Super-G und eine Abfahrt in Gröden (17./18.12.) sowie zwei Riesenslaloms in Alta Badia (19./20.12.) auf dem Programm.

SRF zwei, sportlive, 12.12.21, 09:15 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Marc Nager  (Manager)
    Schlimmer geht’s nimmer. Einfach nur peinlich, was das Schweizer Herren-Slalom-Team heute abgeliefert hat. Anscheinend will es nahtlos an die bestenfalls durchzogenen Resultate der letzten Saison anknüpfen. Da braucht fast jeder einen persönlichen Mentalcoach, denn auch Skifahren ist wie jede andere Sportart auf diesem Niveau hauptsächlich Kopfsache.
    1. Antwort von Michael Studer  (Mi_St)
      Bestenfalls durchzogene Resultate der letzten Saison? Swiss-Ski hatte in seiner ganzen Geschichte selten so viele Top30-Fahrer wie in den letzten 2-3 Jahren.

      Ich wäre vorsichtiger mit der Kopfsache. Nicht hinter jedem Fehler muss gleich ein mentales Problem sein.

      Klar, die Anzahl an Schweizer Ausfälle heute war krass. Aber hey. Es war ein Rennen. Als Sportler weiss man: Solche Resultate darf man nicht überinterpretieren. Leider tun Sie das aber, Herr Nager.
    2. Antwort von jean-claude albert heusser  (jeani)
      Nun ja, den "Össi" gings auch nicht besser!
    3. Antwort von Roland Moeri  (Gascoigne)
      @Nager
      Der einzige, der einen Mentalcoach braucht, sind Sie!
      Durchzogene letzte Saison? 7 Schweizer in den Top 30… na ja…
      Und heute hatten wir wenigstens noch einen Top 5er im Gegensatz zu den Ösis…