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Weltcup Männer Neureuther mit Premierensieg in Adelboden

Felix Neureuther hat am «Chuenisbärgli» seinen ersten Sieg im Riesenslalom gefeiert. Der Deutsche setzte sich vor Thomas Fanara (Fr) und Marcel Hirscher (Ö) durch. Als einziger Schweizer klassierte sich Carlo Janka auf Rang 20.

Das «Chuenisbärgli» wurde einmal mehr dem Ruf als schwierigste Riesenslalomstrecke des Weltcup-Zirkus' gerecht. Aufgrund der warmen Temperaturen litt die sonst schon äusserst anspruchsvolle Piste zusätzlich und stellte die Athleten vor grosse Herausforderungen.

Neureuther: «Es ist Wahnsinn»

Am besten mit den schwierigen Bedingungen kam Felix Neureuther zurecht. Der 29-Jährige fuhr im 2. Durchgang von Platz 7 noch zuoberst auf das Podest und sorgte somit 5 Tage nach seinem Slalomsieg in Bormio für den ersten deutschen Riesenslalom-Erfolg in Adelboden.

«Ich liebe diesen Hang. Ich wollte im 2. Lauf attackieren. Dass es so aufgegangen ist, ist Wahnsinn», freute sich der Überraschungssieger. Überhaupt war es erst der 2. Triumph eines Deutschen im Riesenslalom nach Max Rieger 1973 in Mont Saint-Anne (Ka).

Fanara verpasst Sieg

Der Franzose Thomas Fanara, der nach dem 1. Lauf noch klar in Führung gelegen hatte, verpasste den Sieg schliesslich um eine Zehntelsekunde. Dritter wurde der Österreicher Marcel Hirscher (0,19 zurück).

Vorjahressieger Ted Ligety blieb im oberen Streckenteil nach einem Schlag auf der Piste an einem Tor hängen und schied aus. Der Amerikaner war als Dritter nach dem 1. Lauf und mit der bis dahin schnellsten Zwischenzeit auf Podestkurs gelegen.

Janka einziger Schweizer im 2. Lauf

Als einziger Schweizer hatte sich Carlo Janka für den 2. Durchgang qualifizieren können. Nach einem verbremsten 1. Lauf und über 3 Sekunden Rückstand musste er seine Ambitionen auf einen Spitzenplatz jedoch schon früh begraben. Immerhin konnte er sich im 2. Lauf noch um 6 Plätze auf Schlussrang 20 verbessern.

«Unten hatte ich ein paar Fehler drin», befand Janka nach dem 2. Durchgang. Vor allem die Einfahrt in den Zielhang sei ein «Murks» gewesen.

Legende: Video Beinahe-Kollision von Kristoffersen («sportlive», 11.01.2014) abspielen. Laufzeit 00:33 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 11.01.2014.

Schweizer enttäuschen

Auch den weiteren Schweizern war vor heimischem Publikum wenig Glück beschieden. Gino Caviezel (32.), Sandro Jenal (38.), Justin Murisier (41.), Elia Zurbriggen (44.) und Daniele Sette (50.) verpassten die Top 30, Thomas Tumler schied im 1. Lauf aus.

Eine Schrecksekunde erlebte Henrik Kristoffersen im 1. Lauf. Als der Norweger in den Zielhang einbog, überquerte ein Pistenhelfer die Strecke. Kristoffersen konnte die Kollision gerade noch knapp vermeiden. Er durfte nochmals an den Start und klassierte sich schliesslich auf Platz 13.

7 Kommentare

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  • Kommentar von W. E, H
    Wer nach der verkorksten Saison im letzten Winter schon auf Siege an der Olympiade gehofft hat, ist doch ziemlich blauäugig! Man bedenke, dass unsere Athleten inkl. Trainer usw diese Saison praktisch bei Null anfangen müssen. An Erfolgen anzuknüpfen ist viel einfacher. Sie müssen also viel mehr arbeiten. Auch das Selbstvertrauen muss wieder wachsen. Ist eben auch sehr wichtig für Siege. Aber natürlich will man Medaillen gewinnen. Diese Einstellung spricht doch sehr für unsere Athleten!
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  • Kommentar von Daniele, Obergösgen
    Einfach nur zum Weinen. Wir kommen langsam auf Olympia zu, während die andern Athleten immer besser werden, fallen unsere zurück. Teilweise noch schlechter als letztes Jahr. der einzige dem die Kritik nicht gilt ist Justin Murisier da Er 2 Jahre verletzt war! Das heisst wir haben nur 1 Riesenslalomfahrer der das nötige Resultat für Sotschi stehen hat. Himmeltrurig!
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    1. Antwort von W. E, H
      Die Österreicher haben auch nur Hirscher, der im Slalom & RS gute Karten hat. Der Rest fährt auch hinterher. Aber schon nächste Saison kann es auch bei Hirscher wieder ganz anders ausschauen & andere dominieren Rennen. Ist ja gut, ändert es sich immer wieder! Sonst müsste man sich schon Fragen stellen! :-) Gestern bei der Frauen-Abfahrt hat eine Athletin nach 2-jähriger Durststrecke gewonnen! Bei S. Ammann waren es 3 Jahre! Und bei den Deutschen dauerte es über 40 Jahre für einen Sieg im RS!
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    2. Antwort von W. E, H
      Ups, da habe ich doch M. Matt vergessen! Aber er ist trotz Erfolg so sympathisch bescheiden & bodenständig, dass er neben Hirscher unauffälliger ist. Sorry!
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  • Kommentar von speaker, st.gallen
    Was vorallem enttäuschend ist, dass sogar mit einem Rückstand von über 4(!) Sekunden eine Qualifikation für den 2. Lauf möglich war und trotzdem keiner unserer hochgelobten Jungen (Caviezel, Zurbriggen) diese Chance packen konnte und dies trotz Trainingsvorteil gegenüber der Konkurrenz in den letzten Tagen auf dem Hang. Das ist schon sackschwach!
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