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Nur Noel packte es einmal Die Krux mit der Halbzeitführung im Männer-Slalom

Die Leistungsdichte im Stangenwald ist bei den Männern riesig. Wer nach dem 1. Lauf führt, hat es schwer.

Tanguy Nef fädelt im 1. Garmisch-Slalom im 2. Lauf ein und scheidet aus.
Legende: So schnell ist es passiert Tanguy Nef fädelt im 1. Garmisch-Slalom im 2. Lauf ein und scheidet aus. Keystone

Ist der Männer-Slalom 2021/22 die ausgeglichenste Ski-Disziplin seit Einführung des Weltcups? Gut möglich. Für den Tagessieg kommen jeweils rund ein Dutzend Fahrer in Frage, Top-3-Qualitäten haben gar zwei Dutzend Athleten. In Zahlen ausgedrückt:

  • In den bisher 9 Saison-Rennen gab es 8 verschiedene Sieger.
  • 15 unterschiedliche Fahrer standen 2021/22 bereits auf dem Slalom-Podium.
  • Öfter als 3 Mal stand kein Athlet auf dem Podest.
  • Der durchschnittliche Rückstand des Fahrers auf Rang 30 auf den Führenden des 1. Laufs beträgt 2,12 Sekunden (bei den Frauen sind es 2,70 Sekunden).
  • In Adelboden waren der Erste und der 30. nach dem 1. Lauf bloss durch 1,37 Sekunden getrennt.

Einzig Henrik Kristoffersen gelang es in diesem ausgeglichenen Teilnehmerfeld, zwei Slaloms zu gewinnen (die beiden Garmisch-Rennen). Der Norweger, Linus Strasser (GER) und Manuel Feller (AUT) sind die einzigen drei Fahrer, die drei Mal auf dem Podest standen. Der Schweizer Daniel Yule und fünf weitere Athleten kommen auf jeweils zwei Podiums-Klassierungen.

Nef und Meillard unter den Leidtragenden

Neben dieser enorm hohen Leistungsdichte – vor dem Saisonfinale in Courchevel kommen noch fünf Fahrer für den Disziplinen-Sieg in Frage – fällt noch etwas auf: Der Halbzeitführende steht in der Regel unter keinem guten Stern.

Seit der Franzose Clément Noël im 1. Slalom der Saison in Val d'Isère überlegen zum Erfolg fuhr, konnte der Schnellste des 1. Laufs seine optimale Ausgangslage nie zum Sieg nutzen. Mehr noch:

  • Fünf der acht Halbzeitführenden schieden im 2. Lauf aus.
  • Alex Vinatzer beging in Kitzbühel einen derart zeitraubenden Fehler, dass er auf Rang 18 zurückgespült wurde.
  • Johannes Strolz genügten jüngst in Flachau 0,97 Sekunden Reserve nicht zum Sieg – er wurde nur Vierter.

Am knappsten reichte es Feller in Adelboden nicht zum Erfolg. Er wurde als Halbzeitführender mit 0,17 Sekunden Rückstand Zweiter. Mit Tanguy Nef (Garmisch I) und Loïc Meillard (Garmisch II) können übrigens auch zwei Schweizer ein Lied davon singen, wie es ist, als Halbzeiführender auszuscheiden.

Rennen Leader nach 1. Lauf Klassierung am Ende
Val d'Isère Noël Sieg
Madonna di C. Noël Out
Adelboden Feller Zweiter
Wengen Kristoffersen Out
Kitzbühel Vinatzer 18.
Schladming Jakobsen Out
Garmisch I Nef Out
Garmisch II Meillard Out
Flachau Strolz Vierter

SRF zwei, sportlive, 9.3.22, 17:45 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Gerade im SL könnte man diesem Desaster von der FIS entgegen wirken!
    Statt die 30Besten nach dem 1. Lauf in umgehrter Reihenfolge starten zu lassen, wäre es fairer wie früher die 15.Besten nach dem 1.Lauf!
    So wie es jetzt läuft werden die Besten nach dem 1.Lauf "abgestraft" für ihre Leistung und das kann es ja nicht sein oder?
    1. Antwort von Philipp Spuhler  (PSp)
      Und ob es dann besser wäre, Einfädler gäbe es nach wie vor und der Beste hat noch immer gewonnen.
  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Ja, mir tun sie jeweils richtig leid, die Führenden der ersten Läufe... Ewiges Warten, die schlechteste Piste am Schluss. Ist mir schleierhaft wie man da ein Rennen gewinnen soll. Also wenn ich Skirennfahrer wäre, würde ich im ersten Lauf immer etwas bremsen :-0
    Obwohl die Startreihenfolge im zweiten Lauf folgt nur den biblischen Gesetzten: steht doch darin: "Die letzten werden die ersten sein"!
  • Kommentar von Manuel Brodtbeck  (Stargoli)
    „Vor dem Saisonfinale in Courchevel kommen noch fünf Fahrer für den Disziplinen-Sieg in Frage“
    Welche da wären?
    Danke
    1. Antwort von SRF Sport (SRF)
      Guten Abend Herr Brotdbeck,
      Diese Athleten kämpfen im Slalom noch um den Gewinn der kleinen Kristallkugel: Henrik Kristoffersen, Lucas Braathen (beide NOR), Linus Strasser (GER), Manuel Feller (AUT) sowie der Schweizer Daniel Yule.
      Herzlichen Dank für Ihr Interesse und sportliche Grüsse.