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Renn-Zusammenfassung Riesenslalom in Garmisch
Aus sportpanorama vom 02.02.2020.
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Riesenslalom in Garmisch Meillard muss sich nur Pinturault geschlagen geben

Loïc Meillard verpasst nach Halbzeitführung den Premieren-Sieg beim Kandahar-Riesenslalom um nur 16 Hundertstel.

Das Podest

  • 1. Alexis Pinturault (FRA) 2:03,10
  • 2. Loïc Meillard (SUI) +0,16
  • 3. Leif Kristian Nestvold-Haugen (NOR) +0,24

Als Loïc Meillard im Zielraum des Kandahar-Riesenslaloms die «2» aufleuchten sah, wusste er erst nicht so recht, ob er sich freuen oder ärgern sollte. Auf der einen Seite gelang ihm im 5. Rennen der erste Schweizer Riesen-Podestplatz in dieser Saison. Andererseits hatte er nach der Halbzeit-Führung in Garmisch-Partenkirchen wohl auch mit dem persönlichen Premieren-Sieg und dem 1. Triumph für Swiss-Ski in dieser Disziplin seit Carlo Janka 2011 (Kranjska Gora) geliebäugelt.

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Der 2. Lauf von Meillard
Aus Sport-Clip vom 02.02.2020.
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Mit dem Sieg vor Augen

«Es ist schön, auf dem Podest zu stehen. Aber ich hatte wieder einige Fehler und dachte schon auch: ‹Ach, der Sieg wäre möglich gewesen!›», bestätigte Meillard im Interview die zwiespältige Gemütslage.

So musste sich der Neuenburger auf der schwierigen Piste nach zwei kleineren Fehlern, einem ausgerechnet im Flachstück, knapp Alexis Pinturault (4. nach Lauf 1) geschlagen geben. Der Franzose hatte im bayerischen Skiort 2013 seinen ersten Weltcup-Erfolg im Riesenslalom gefeiert. Leif Kristian Nestvold-Haugen komplettierte das Podest, sein Landsmann Henrik Kristoffersen fiel in der Entscheidung von Rang 2 auf 7 zurück.

Die weiteren Schweizer und die Piste

  • 10. Gino Caviezel +1,06
  • 15. Marco Odermatt +1,68
  • 29. Justin Murisier +2,41

Eine solide Leistung gelang Gino Caviezel. Der Bündner erreichte die Top 10 in dieser Riesen-Saison zum 3. Mal. «Ich habe versucht, Gas zu geben und konnte mich steigern», zog er ein insgesamt positives Fazit.

Beide Läufe hatten auf der vom Regen aufgeweichten Piste verkürzt durchgeführt werden müssen. Marco Odermatt fand klare Worte nach dem 1. Lauf: «Ich bin nach meiner Verletzung vielleicht besonders sensibel, aber ich finde die Sichtverhältnisse zu gefährlich für ein Weltcuprennen. Wenn du kaum etwas siehst und es so viele Schläge hat, nimmt das Verletzungsrisiko extrem zu.» Der Nidwaldner nutzte in der Entscheidung seine gute Startnummer und katapultierte sich vom 22. Platz auf Rang 15.

Die Schmach

Eine richtige «Watschn» kassierte das österreichische Team. Nachdem Manuel Feller als einziger Fahrer des ÖSV-Teams den Sprung in den 2. Lauf geschafft hatte, fiel der Tiroler in der Entscheidung von Rang 16 auf 28 zurück. Es ist der Tiefpunkt in der Technikabteilung der so gebeutelten Ski-Nation, die weiter unter dem Rücktritt von Marcel Hirscher leidet.

So geht's weiter

Die Techniker reisen in den kommenden Tagen weiter nach Frankreich, wo am kommenden Wochenende in Chamonix zwei Rennen über die Bühne gehen. Am Samstag steht ein Slalom auf dem Programm, am Sonntag wird der zweite und gleichzeitig letzte Parallel-Riesenslalom der Saison ausgetragen.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 2.2.2020, 13:20 Uhr

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6 Kommentare

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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Die Össi haben es eben verpasst neben einem Top Fahrer wie Hirscher noch ein "Team zu formen"und jetzt hat halt die Schweiz wieder die Nase vorne!
  • Kommentar von Paul Planzer  (paulplanzer)
    Die Kritik von Odermatt zur Halbzeit ist absolut verständlich. Die Athleten trainieren unter der Woche auf pickelharten Pisten und am Wochenende finden die Rennen auf gesalzten Touristenpisten statt, die wie gesehen sehr unberechenbar sind.
    1. Antwort von Martin Gebauer  (Gebi)
      Odermatts Kritik war fehl am Platz. Maillard oder Kristoffersen beispielsweise, mögen diesen Schnee. Die Piste lies bis zum Schluss gute Zeiten zu. Und die Pisten im Training sind eigentlich nie pickelhart, da sie nicht mit Wasser präpariert werden können. Wer gewinnen will, muss mit jedem Untergrund zurechtkommen.
    2. Antwort von Paul Planzer  (paulplanzer)
      Ich gebe ihnen recht, dass die Pisten in den Trainings nicht immer mit dem Wasserbalken präpariert werden. Jedoch trainieren sie auch nicht auf 700 m ü. M. wie in Garmisch oder Schladming (750 m ü. M.). Das Ziel der Rennen ist es, das Spektakel möglichst nahe zu den Zuschauern zu bringen. Dies wird in den nächsten Jahren jedoch immer schwieriger.
    3. Antwort von jean-claude albert heusser  (jeani)
      Paul Planer, die Pistenverhältnisse waren für alle gleich und die "Besten" waren eben vorne dabei!
      Odematt soll nicht hadern, gesund werden und dann wieder Vollgas geben, Punkt!
  • Kommentar von Beny Eyholzer  (Nullitrulli)
    Manuel Feller braucht einen neuen Rap!