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Zusammenfassung Slalom Chamonix
Aus sportpanorama vom 31.01.2021.
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Schweizer im 2. Lauf fulminant Nur Kristoffersen bremst Zenhäusern und Simonet aus

Ramon Zenhäusern fährt im 2. Rennen von Chamonix wieder auf Platz 2. Sandro Simonet gewinnt im 2. Lauf 27 Ränge und egalisiert den «Weltrekord».

Das Podest

  • 1. Henrik Kristoffersen (NOR) 1:37,81 Minuten
  • 2. Ramon Zenhäusern (SUI) +0,28
  • 3. Sandro Simonet (SUI) +0,66

Nach Luca Aerni am Samstag gelang auch Sandro Simonet am Sonntag beim 2. Slalom von Chamonix (FRA) ein Husarenritt. Nach der knappen Qualifikation für den 2. Durchgang (Platz 30 mit einer Hundertstelsekunde Abstand zu Rang 31) zauberte er einen unglaublichen 2. Lauf in den Schnee. Der Bündner gewann 27 Plätze, was bisher erst dem Schweden Matthias Hargin gelungen war. Simonets bisheriges Bestresultat war ein 8. Platz beim Slalom in Kranjska Gora 2018.

Ramon Zenhäusern wurde wie bereits am Samstag Zweiter. Mit der zweitbesten Laufzeit im 2. Durchgang gewann er 9 Plätze. «Ich weiss, warum ich 2 Mal Zweiter wurde. Ich hatte die Zimmernummer 222», witzelte der Walliser nach dem Rennen.

2 Schweizer auf einem Slalom-Podest, das gab es zuvor erst einmal. 1978 in Madonna di Campiglio siegte Martial Donnet vor Peter Lüscher.

Gewinnen konnte das Rennen Henrik Kristoffersen. Der Schnellste aus dem 1. Durchgang zeigte sich in den Rennen zuvor unzufrieden und haderte mit seinen Resultaten. Tatsächlich: Nach dem Sieg in Madonna im Dezember fuhr er in 8 Rennen nur 2 Mal in die Top Ten (Platz 9 und 7). Zu wenig für einen nun 23-fachen Weltcup-Sieger.

Die weiteren Schweizer

  • 17. Luca Aerni +1,64
  • 18. Daniel Yule +1,71
  • 21. Marc Rochat +1,90
  • Nicht im 2. Lauf: Noel von Grünigen (42.), Tanguy Nef und Loïc Meillard (beide ausgeschieden)

Luca Aerni konnte nach einem starken 1. Lauf (Platz 4) nicht ganz an die Leistung vom 2. Durchgang vom Samstag anknüpfen. Daniel Yule wird mit Platz 18 alles andere als zufrieden sein. Ärgern wird sich auch Loïc Meillard. Der Walliser war im 1. Lauf mit der besten ersten Zwischenzeit ausgeschieden.

Die Kurssetzungen

Im 1. Lauf beklagten sich einige Fahrer über die «spezielle» Kurssetzung des britischen Coaches. Diese wurde übrigens auch Clément Noel, dem Sieger vom Samstag, zum Verhängnis. Nach einem groben Fehler verpasste er die Top 30. Im 2. Durchgang setzte dann der Schweizer Trainer Julien Vuignier die Tore. Sehr zur Freude von Simonet und Zenhäusern, denen der neue Kurs offenbar ausserordentlich gut lag.

So geht es weiter

Am kommenden Wochenende gastieren die Speed-Fahrer in Garmisch (GER), wo sie einen Super-G am Freitag und eine Abfahrt am Samstag bestreiten. Für die Techniker geht es nach einer einwöchigen Pause mit der WM los, die vom 8. bis 21. Februar in Cortina (ITA) stattfindet. Der Slalom der Männer wird am letzten Tag der WM stattfinden.

SRF zwei, sportlive, 31.01.2021, 12:30 Uhr;

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34 Kommentare

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  • Kommentar von Niccolo von Siebenthal  (Nietzsche)
    Geil! Die Schweizer machen einfach Freude. Was die Selektion betrifft, ist natürlich nebst den Saisonresultaten auch die aktuelle Form entscheidend. Deswegen fällt Daniel Yule leider schon einmal raus. Wenn man nun Simonet mit Nef vergleicht, fällt die Entscheidung wahrlich nicht einfach. Ich bin für Simonet, auch wenn Nef ein paar Top-10-Resultate geliefert hat. Denn: wer aufs Podest fährt, kann auch eine Medaille holen. Deswegen nominiere ich: Zenhäusern, Meillard, Aerni, Simonet. Viel Erfolg!
  • Kommentar von Dieter Hansen  (Dieter H.)
    An Zweit- oder Drittplatzierte erinnert sich niemand mehr. Was zählt ist einzig der Sieg. Da hilft auch die Nationenwertung nicht. Aber wer weiss, vielleicht bekommt man ja eine Siegprämie, wenn man die Nationenwertung gewinnt...
    1. Antwort von Hans Peter  (Hanspeter97)
      Die einzigen Menschen die diese Nationenwertung wirklich ernst nehmen sind seit Jahren nur die Österreicher weil die nun mal in jeder Disziplin bis zu 10 Weltcupstartplätze haben und von 10 kann jede/r mal Punkten. So einen Nationenpreis sollte es mMn an WM's oder olympischen Spielen geben, da wo die Starplätze pro Nation begrenzt sind. Umso stolzer darf die Schweiz sein diesen "Preis" letztes Jahr gewonnen zu haben und naja dieses Jahr vermutlich auch :)
    2. Antwort von Töbu Merz  (Saibot Zrem)
      @ Hanspeter: Fragen sie mal bei Vreni Schneider/ Maria Walliser/ Peter Müller und Pirmin Zurbriggen nach. Die sehen das aber ganz anders.
      Für sie zählte immer nur der Sieg und das man Österreich schlug, alles andere war schlicht ohne Bedeutung.
      Klar wollten die auch die Nationenwertung gewinnen.
      Auch für die heutigen Schweizer Ski-Fahrer hat er doch einen gewissen Stellenwert bekommen. Sie konnten die ja 30 Jahre lang nicht gewinnen..
      Es gab Zeiten da gewann OE mit 2000 Punkten und mehr..
  • Kommentar von Dieter Hansen  (Dieter H.)
    Ist man damit wirklich zufrieden. Nationenwertung und Podestplätze? Mir wären Siege eindeutig lieber als nach aussichtsreichen Positionen nach dem 1. Lauf jeweils nur auf das Podest zu kommen.
    1. Antwort von Daniel Flückiger  (Daniel Flückiger)
      Wenn sie mit man much meinen:Jawohl, damit ist man sehr zufrieden. Blättern Sie mal 10 Jahre zurück...
    2. Antwort von Töbu Merz  (Saibot Zrem)
      Oo jaa die Nationenwertung ist doch sehr wichtig! Weil es einfach zeigt, wie breit man aufgestellt ist und das man in allen Disziplinen vorne mitfahren kann. Ist auch eine Ehrung fürs ganze Swissski- Team( Staff, etc)! Vor allem wenn man Schröcksnadel so zuhört ist es auch eine kleine Genugtuung. Die Österreicher zu schlagen ist im Skisport für uns Schweizer immer top! Siege sind aber ganz klar schöner als 2. / 3. Plätze, das steht ausser Frage.
    3. Antwort von Domenic Dachs  (Frechdachs)
      Siege möchten sie sehen? Mal schauen wer in diesem Winter bis jetzt gesiegt hat. Zenni Feuz Caviezzel Odermatt Gisin Lara Suter noch nicht genug? hab ich welche vergessen?
    4. Antwort von Dieter Hansen  (Dieter H.)
      @Dachs: falls sie es nicht gemerkt haben, ich spreche vom ewigen zweiten Zenhäusern sowie Aerni, Simonet, Yule, Maillard etc. im Slalom.
      Und die hochverehrte aber pieps-stimmige Wendy Holdener gehört auch in diese Kategorie.
    5. Antwort von Domenic Dachs  (Frechdachs)
      Danke für den Hinweiss. Das hatte ich nicht gemerkt. Aber Zennhäusern und Yule haben ja schon Rennen gewonnen. Haben sie das auch gemerkt?
    6. Antwort von Domenic Dachs  (Frechdachs)
      Auch Wendy Holdener hat schon Rennen gewonnen. Oder sind Kombis keine Rennen? Ihre Bemerkung über sie ist dermassen daneben dass ich dazu nichts sagen möchte.