Zum Inhalt springen

Header

Video
Slalom in Val d'Isère: Rennbericht
Aus Sport-Clip vom 15.12.2019.
abspielen
Inhalt

Slalom in Val d'Isère Pinturault stellt alle in den Schatten – Zenhäusern auf Abwegen

Der Franzose Alexis Pinturault gewinnt den Slalom in Val d'Isère überlegen. Bester Schweizer wird Loïc Meillard (7.).

Das Podest

  • 1. Alexis Pinturault (FRA) 1:47,91
  • 2. André Myhrer (SWE) + 1,44
  • 3. Stefano Gross (ITA) + 1,47

Nach dem schlechten Wetter und der Rennabsage am Samstag herrschte am Sonntag in Val d'Isère eitel Sonnenschein. Zumindest ein Franzose strahlte auch nach dem Wettkampf: Alexis Pinturault. Der 28-Jährige fuhr in überlegener Manier seinen 25. Weltcupsieg ein.

Während seine Kollegen Clément Noël, Jean-Baptiste Grange und Julien Lizeroux bereits im 1. Lauf auf dem langsam gesteckten Kurs ausschieden, liess sich Pinturault nicht beirren. Er baute seinen Vorsprung aus dem 1. Durchgang gar noch deutlich aus und reüssierte zum 4. Mal im französischen Skiresort (zum 2. Mal im Slalom nach 2012).

Die Aufholjagd

Dahinter wurde es ganz knapp. André Myhrer distanzierte den drittplatzierten Stefano Gross um 3 Hundertstel. Henrik Kristoffersen verpasste das Podest seinerseits um eine Hundertstelsekunde.

Video
Kristoffersens fulminanter 2. Lauf
Aus Sport-Clip vom 15.12.2019.
abspielen

Kristoffersen war nach einem Patzer im 1. Lauf von Rang 27 und mit einer Hypothek von 2,82 Sek. Rückstand auf Pinturault in den 2. Lauf gestartet. Dort zeigte der Norweger eine fulminante Fahrt und landete noch auf Platz 4.

Die Schweizer

  • 7. Loïc Meillard + 1,85
  • 10. Daniel Yule + 2,35
  • 27. Luca Aerni + 4,69

Die Podesthoffnungen von Swiss-Ski hatten bis zur Fahrt von Ramon Zenhäusern Bestand. Der Dritte aus dem 1. Lauf war auch im 2. Durchgang auf Podestkurs, baute seinen Vorsprung gar aus. Doch dann schied der Walliser aus. Sein Versuch einer Erklärung lautete wie folgt:

Ich weiss nicht, ob ich eingefädelt bin. Aber irgendeine Stange ist auf die Skispitze geprallt. Das hat mich etwas aus dem Gleichgewicht gebracht.
Autor: Ramon Zenhäusern
Video
Die Fahrt von Loïc Meillard
Aus Sport-Clip vom 15.12.2019.
abspielen

Erfreulich war die Darbietung von Loïc Meillard. Rang 7 ist das beste Resultat im Slalom seit dem 2. Platz in Saalbach-Hinterglemm vor knapp einem Jahr. Daniel Yule vergab eine ordentliche Ausgangslage nach Platz 10 im 1. Lauf und konnte sich rangmässig nicht verbessern. Vor allem im Schlussabschnitt büsste der Walliser viel Zeit ein.

Enttäuschend verlief das Rennen für Luca Aerni. Der Berner qualifizierte sich als 28. gerade noch für den 2. Lauf und wurde 27. Sandro Simonet, Tanguy Nef und Reto Schmidiger schieden im 1. Lauf aus.

Der Überraschungsmann

Haben Sie schon einmal von Luke Winters gehört? Wohl kaum. Dem US-Amerikaner gelang mit Startnummer 40 der Lauf seines Lebens. Noch vor Zenhäusern reihte sich der 22-Jährige bei Halbzeit auf Rang 2 ein. Am Ende resultierte nach einer angriffigen Fahrt Rang 19. Winters ist ein nahezu unbeschriebenes Blatt. Er gab im November 2018 in Levi sein Weltcup-Debüt, hatte bisher aber noch keine Punkte geholt. Im März dieses Jahres wurde er Landesmeister im Slalom.

Luke Winters.
Legende: Holte seine ersten Weltcup-Punkte Luke Winters. Keystone

So geht es weiter

Nach den Technikern treten am kommenden Wochenende in Gröden zunächst die Speed-Fahrer wieder auf den Plan. Am Freitag steht der Super-G auf dem Programm, am Samstag die Abfahrt. In Alta Badia folgt bereits am Sonntag der Riesenslalom, am Montag findet dann der Parallel-Riesenslalom statt.

Sendebezug: SRF zwei/SRF info, sportlive, 15.12.2019, 09:30 Uhr

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von markus kohler  (nonickname)
    Mit diesen Leistungen will die Schweiz den NC gewinnen? Gegenüber dem Vorwinter wurden null Fortschritte gemacht. Es gibt Fahrer bei denen man sich fragt, was sie überhaupt im WC zu suchen haben. Rochat mag der König des Ausscheidens sein, aber dafür gibt es bisher keine Punkte. Swiss Ski bringt letztlich doch nichts auf die Reihe und sie bleiben sich diesbezüglich treu.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Alf Ofr  (Fredi.03)
    Leider stimmen die Resultate mit den angekündigten Resultaten überhaupt nicht überein, wie will man den Nationencup so gewinnen? Das Talent ist ganz sicher vorhanden, es wird aber nicht ausgeschöpft, es wäre an der Zeit für einschneidende Veränderungen [Betreuerstab).!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Andreas Schäfer  (capri69)
      @ Alf Ofr Wenns nicht läuft sind immer die Betreuer/Trainer schuld, gibts Podestplätze, schreiben Sie keine Kommentare über den Betreuerstab.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Dominik Bigler  (Dömu97)
    Schade bringen es die Techniker-Jungs (Slalom und Riesenslalom) derzeit nicht ins Ziel. Simonet und Nef haben beide enormes Potenzial aber es will nicht aufgehen. Gleiches Spiel bei Meillard und Odermatt im Moment im Riesenslalom. Ich hoffe, dass sie sich im Verlauf des Winters noch etwas fangen können und dann zeigen, wie gut die Schweiz im Moment aufgestellt ist. Immerhin ein Lebenszeichen von Loic Meillard im Slalom. Bin gespannt auf die nächsten Rennen und hoffe auf weitere Podestplätze!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen