Streit um Airbag nach Mayer-Sturz

Abfahrts-Olympiasieger Matthias Mayer fällt nach seinem Sturz vom Samstag die ganze Saison aus, obwohl er einen Airbag trug, der sich wie geplant öffnete. Ted Ligety übt daher Kritik am System, das eigentlich besseren Schutz bieten sollte.

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Matthias Mayers fataler Sturz

0:28 min, vom 19.12.2015

Mayer brach sich bei dem Sturz in Gröden zwei Brustwirbel und musste operiert werden. «Es hätte viel schlimmer sein können. Zum Glück habe ich den Airbag angehabt. Der ist in der Luft aufgegangen. Das war in dem Fall sicherlich eine gute Lösung», sagte der Österreicher. Mayer gehört zu den wenigen Fahrern, die das in dieser Saison eingeführte Airbag-System nutzen.

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Bildlegende: Kritiker Ted Ligety EQ Images

«Schlimmste Verletzung seit über 10 Jahren»

Einer ist ganz anderer Ansicht: Der Amerikaner Ted Ligety wünschte Mayer in einem Facebook-Posting gute Besserung, übte aber heftige Kritik an dem System: «Es ist unglücklich, dass Rennfahrer als Crash Test Dummies missbraucht werden, um mit einem unerprobten Airbag-System zu experimentieren.»

Der erste Einsatz des Airbags habe in der schlimmsten Rückenverletzung seit mehr als einem Jahrzehnt resultiert, wetterte Ligery weiter. Er forderte eine Untersuchung.