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Zusammenfassung Abfahrt
Aus sportlive vom 29.12.2015.
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Weltcup Männer Théaux gewinnt verrückte Santa-Caterina-Abfahrt

Adrien Théaux hat die von vielen Zwischenfällen geprägte Abfahrt von Santa Caterina gewonnen. Der Franzose siegte über eine Sekunde vor Hannes Reichelt (Ö) und David Poisson. Am meisten zu reden gab aber die Fahrt des viertklassierten Christof Innerhofer.

Als grosse Herausforderung hatte die holprige und schattige Piste in Santa Caterina (It) gegolten. Dass es auf der Strecke «Deborah Compagnoni» ein derart verrücktes Rennen geben würde, hatte dennoch kaum jemand erwartet:

  • Christof Innerhofer (It) riss ein Tor mit, das eine halbe Minute an ihm hängen blieb. Dennoch fuhr er auf den grossartigen 4. Rang. Das Podest verpasste er um lächerliche 7 Hundertstel. «Ich hatte das Tuch im Gesicht, das Brillenglas ging kaputt und ich versuchte, die Stange loszuwerden. Es war saugefährlich», sagte Innerhofer nach dem Rennen.
  • Aleksander Aamodt Kilde (No) und Peter Fill (It) verloren fast an derselben Stelle einen Ski und schieden aus. Der Italiener rutschte in dem steilen Gelände dann noch Dutzende Meter den Hang hinunter.
  • Ebenfalls eine lange Rutschpartie hatte Andrew Weibrecht (USA) nach einem Sturz zu überstehen, ehe er vom Fangnetz gestoppt wurde.
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Die Santa-Caterina-Zwischenfälle gerafft
Aus sportlive vom 29.12.2015.
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Beinahe unter ging darob:

Das Podest

  • 1. Adrien Théaux (Fr)
  • 2. Hannes Reichelt (Ö)
  • 3. David Poisson (Fr)

Für Théaux ist es der 3. Weltcupsieg nach seinen Erfolgen auf der Lenzerheide (2011) und Kvitfjell (2013). Landsmann Poisson fuhr erstmals in seiner Karriere auf ein Weltcup-Podest.

Die Schweizer

Nur knapp an den Top 10 vorbei schrammte Marc Gisin. Der Obwaldner wurde 11. Er überflügelte Carlo Janka, den im Training besten Schweizer, um 0,15 Sekunden. Der Obersaxer wurde 12.

«Das war die gröbste Abfahrt, die ich je gefahren bin», gab Gisin zu. «Auch wenn ich nur 11. wurde, bin ich stolz auf meine Leistung.» Janka meinte: «Der Spass hält sich in Grenzen. Schlecht finde ich es eigentich nicht. Eine Abfahrt muss anspruchsvoll sein. Dennoch bin ich froh, unten zu sein.»

Kryenbühls Déjà-vu

Überraschend auf Platz 25 fuhr Urs Kryenbühl. Der 21-Jährige Schweizer Abfahrtsmeister von 2014 verdrängte die zeitgleichen Nils Mani und Niels Hintermann (31.) aus den Punkten. Es ist Kryenbühls 2. Top-30-Resultat. Das erste hatte der Unteriberger vor einem Jahr ebenfalls in Santa Caterina erzielt, ebenfalls als 25.

Die Geschlagenen

Geschlagen wurden die bislang dominierenden Norweger. Aksel Svindal büsste 1,61 Sekunden auf Théaux ein, wurde aber noch 7. Kjetil Jansrud verpasste mit fast drei Sekunden Rückstand die Top 20.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 29.12.15, 11:35 Uhr

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Adi Adala , AG
    Krasse Piste! Man könnte perfekt fahren und noch schneller sein. aber die Chancen dazu, kann man wohl nicht alleine durch Können steigern. Zu viele Möglichkeiten einen falschen Schlag im falschen Moment abzukriegen. Etwas Glück gehört hier neben Mut, Können und Material dazu. Zu gefährlich? Zu viel Risiko. Da habe ich weniger Erbarmen als gossen Respekt, an die Teilnehmer die mit bis zu 150km/h eine solche Unterlage bewältigen! Und ICH dachte, ich könne ziemlich gut und schnell Skifahren.. FAIL
  • Kommentar von Hanspeter König , Lenzerheide
    Also ich denke dieses Rennen darf man nicht überbewerten. Bei so einem Rennen kommt es vorallem darauf an, wie viel man riskiert. Und da kann man keinem Fahrer einen Vorwurf machen, dass er zu langsam war!
  • Kommentar von johannes siegfried , uster
    diese ewig rumnörgelnden besserwisserischen passanten aus thun gehn mir langsam auf den keks. entweder besser machen oder klappe halten. die leistungen unserer skistars sind allemal gut. freue mich auf wengen, bin sicher, das wirs dann allen zeigen; und die ewigen passanten dann für einmal nichts zu sagen haben.
    1. Antwort von jean passant , thun
      Ich kann Ihnen mein sogenanntes Rumgenörgel vielleicht so erklären. Hören Sie sich einmal ein Interview von Arno Del Curto an, er spricht immer vom schnellen und perfekten Hockey. Swiss Ski Trainer werden schon gar nicht mehr interviewt und die Fahrer sind damit beschäftigt irgendwelche Rechtfertigungen abzuliefern. Man kommt nicht umhin festzustellen, das sie zufrieden sind, wenn sie im Skizirkus mitfahren und jeweils das Ziel erreichen. Das wird auch in Zukunft nichts werden.