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Walliser verblüfft in Madonna Daniel Yule steht zum ersten Mal ganz oben

Daniel Yule gewinnt in Madonna di Campiglio sensationell den Slalom. Marcel Hirscher und Henrik Kristoffersen patzen.

Das Podest

  • 1. Daniel Yule (Sz) 1:38,34
  • 2. Marco Schwarz (Ö) +0,34 Sekunden
  • 3. Michael Matt (Ö) +0,50 Sekunden

Madonna di Campiglio bleibt für das Schweizer Slalom-Team ein gutes Pflaster: Nach Luca Aernis 2. Platz im letzten Jahr bescherte der Berg im Trentino nun Daniel Yule Glück. Der Walliser arbeitete sich überraschend vom 4. Platz nach dem 1. Lauf nach ganz vorne vor und feierte seinen 1. Sieg im Weltcup.

Legende: Video Daniel Yule düpiert in Madonna die gesamte Konkurrenz abspielen. Laufzeit 00:58 Minuten.
Aus sportlive vom 22.12.2018.

Der 25-jährige Walliser löste den lange führenden Michael Matt mit einer beherzten Fahrt an der Spitze ab. Halbzeitleader Marcel Hirscher und Henrik Kristoffersen, der 2. nach dem 1. Lauf, bekundeten in der Folge auf dem vom Schweizer Trainer Matteo Joris ausgesteckten Kurs Schwierigkeiten. Beide begingen kurz nach dem Start Fehler. Der Österreicher fädelte genauso ein wie der Norweger.

Legende: Video So freut sich das SRF-Duo über den 1. Schweizer Slalomsieg seit 2007 abspielen. Laufzeit 00:44 Minuten.
Aus sportlive vom 22.12.2018.

Das Schweizer Slalom-Team feierte damit den ersten Vollerfolg seit über 11 Jahren, als Marc Gini auf der Reiteralm ähnlich überraschend triumphiert hatte.

Die restlichen Schweizer

  • 14. Sandro Simonet +1,51 Sekunden
  • 19. Loïc Meillard +2,11 Sekunden

Loïc Meillard, der sich nach seiner Podestpremiere zuletzt in Saalbach mit Platz 5 nach Halbzeit ebenfalls Hoffnungen auf einen weiteren Exploit machen konnte, gehörte im 2. Durchgang ebenfalls zu den Geschlagenen. Er fiel nach einem Ausrutscher auf Rang 19 zurück.

Zenhäusern und Aerni enttäuschen

Trotz tiefen Startnummern enttäuschten Ramon Zenhäusern und Luca Aerni im 1. Lauf. Beide schafften den Sprung unter die ersten 30 nicht. Zenhäusern, der weiterhin von einer Daumenverletzung behindert wird, blieb im 3. Slalom der Saison zum ersten Mal ohne Punkte.

Der Vorjahreszweite Aerni büsste über 2 Sekunden auf den Halbzeitführenden Hirscher ein. Im Schatten Yules setzte dafür Sandro Simonet ein Ausrufezeichen. Rang 14 ist sein zweitbestes Weltcup-Resultat – er verbesserte sich im 2. Durchgang um 9 Plätze.

Das weitere Programm

Der Slalom von Madonna di Campiglio war das letzte Rennen vor Weihnachten. Noch vor dem Jahreswechsel sind die Speed-Spezialisten im Einsatz: In Bormio finden am 28. Dezember eine Abfahrt und tags darauf ein Super-G statt. Am Neujahrstag folgt dann das Parallel-Rennen in Oslo.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 22.12.2018, 18:35 Uhr

52 Kommentare

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  • Kommentar von Dieter Brunner (Lagaffe)
    Mal abgesehen von seiner Glanzleistung, seine Siegerinterviews in (fast) perfektem Englisch, Deutsch und (klar) Französisch. Spontan, intelligent und erfrischend sympathisch. Oder nörgelt da schon wieder jemand? Er hat's offensichtlich nicht nur in den Beinen. Merci
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    1. Antwort von Josef Graf (Josef Graf)
      Herr Brunner, als Sohn schottischer Eltern sollte es Daniel Yule nicht schwer fallen, auch in Englisch ein Interview zu geben. Er ist im Wallis geboren und aufgewachsen, weshalb auch Französisch kein Problem ist. Schliesslich sprechen auch die anderen Skifahrer aus der Romandie recht gut deutsch. Aus seinen Sprachkenntnissen lassen sich also keine besonderen Schlüsse ziehen, wie Sie das tun. Sein übriges Verhalten wirkt tatsächlich spontan und erfrischend sympathisch. Toller Migrantensohn!
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    2. Antwort von René Ruf (RenéR)
      @Josef Graf Die Anmerkungen von Herrn Brunner beziehen sich nicht ausschliesslich auf die Sprachkenntnisse von Daniel Yule. Sondern allgemein auf seine Siegerinterviews. Zudem wer schon viele Interviews von ihm während seiner Karriere gesehen und gehört hat.... Der merkt, Daniel Yule hat's nicht nur in den Beinen.
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  • Kommentar von Philipp Spuhler (phsp)
    Ich habe auch gejubelt als Yule als Sieger feststand, wer weiss schon dass wenn Hirscher und Kristoffersen nicht eingefädelt hätten, sie dann auch vor Yule klassiert wären. Nebst einzufädeln kann man noch so manche Fehler begehen. Der Jubel der Fernsehkommentatoren war nicht schadenfreudiger Art, sondern sie freuten sich über den Sieg von Yule. Als Zuschauer oder als Leser dieser Kommentare ist es frei, ob man diese negativ oder positiv auslegt. Auch Fernsehreporter dürfen Emotionen zeigen
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  • Kommentar von Josef Graf (Josef Graf)
    An die vielen Kommentierenden, welche das SRF-Duo wegen angeblicher Schadenfreude kritisieren: Es gibt eine Sportart, in welcher Publikum und Reporter in Jubelstürme ausbrechen, wenn der eine Sportler aufgrund eines Fehlers des Gegners im entscheidenden Moment ein Spiel gewinnt, und alle finden das normal. Wieso soll es beim Skisport anders sein?
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