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Hintermann: «Mein erster richtiger Sieg»
Aus Sport-Clip vom 04.03.2022.
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Zwei überraschende Sieger Hintermanns Versöhnung und Alexanders Ankündigung

Niels Hintermanns Premierensieg in Kvitfjell hat sich abgezeichnet – trotz unschönen Erinnerungen.

Niels Hintermann schien es gespürt zu haben: Im Sieger-Interview wollte der Zürcher die Emotionen noch nicht zu nahe an sich heranlassen. Zum einen, weil in Kvitfjell noch zwei weitere Rennen anstehen, zum anderen weil noch diverse Fahrer am Start standen. «Wir haben im Training gesehen, dass man auch mit hohen Startnummern nach vorne fahren kann.»

Und der 25-Jährige sollte Recht behalten. Mit der Nummer 39 preschte Cameron Alexander nach vorne und verdrängte Hintermann beinahe vom Siegertreppchen. Weil der Kanadier aber perfektes Timing bewies, musste der Bülacher seinen Sieg nur teilen.

Es hat sich abgezeichnet, dass Hintermann früher oder später in den Kreis der Abfahrtssieger eintreten wird. Der Zürcher zeigt bisher eine konstante Saison und hat schon mit zwei dritten Plätzen in Bormio und in Gröden aufhorchen lassen. Dass die Fahrt schnell war, wusste Hintermann schon im Ziel. Mit dem Motto «Grind abe und überall Vollgas» habe er das Rennen in Angriff genommen. «Dass im Ziel die Nummer 1 aufleuchtet, hätte ich nicht gedacht. Aber ich wusste, dass ein Platz in den Top 5 drin liegt.»

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Hintermann: «Dass die Eins aufleuchtet, hätte ich nicht gedacht»
Aus Sport-Clip vom 04.03.2022.
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«Erster richtiger Sieg»

Hintermann verband mit dem norwegischen Skiort zuvor keine besonders schönen Erinnerungen: 2019 verletzte er sich in Kvitfjell am Handgelenk, ein Jahr später am Knie. Dies sei ihm sehr wohl bewusst gewesen. Die Strecke habe er schon immer schön gefunden, nur umgekehrt sei dies offenbar nicht der Fall gewesen. «Heute fanden wir uns beide lässig.»

Bei der Kombination in Wengen stand Hintermann vor 5 Jahren schon einmal zuoberst auf einem Weltcup-Podest. Heute sei aber alles anders gewesen. «2017 hatte ich mit Frau Holle eine grosse Helferin an meiner Seite.» Umso schöner sei es, diesmal «den ersten richtigen Sieg zu feiern».

Alexanders Ankündigung

Eine Premiere feierte auch Alexander. Dem 24-Jährigen, der im Weltcup zuvor erst viermal in die Punkte gefahren war, fehlten nach seiner Überraschungsfahrt auf den geteilten ersten Rang die Worte: «Ich wusste, dass etwas Grossartiges passieren kann, wenn ich mein Bestes gebe. Und das habe ich getan.»

Der Kanadier wusste dabei auch, den Vorteil einer Nicht-Selektion für die Olympischen Spiele auszunutzen. Während Feuz und Co. in China um die Medaillen fuhren, trat Alexander im Europacup an und holte auch dort seinen ersten Sieg – in der Abfahrt von Kvitfjell.

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Alexander: «Wusste, dass ich hier schnell sein kann» (engl.)
Aus Sport-Clip vom 04.03.2022.
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SRF zwei, sportlive, 04.03.2022, 11:30 Uhr;

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