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Schweizer Tennis-Hoffnungen Tut sich etwas hinter Federer und Co.?

Wer könnte für die Schweizer Tennisschlagzeilen sorgen, wenn dereinst die 1. Garde nicht mehr spielt?

Jakub Pau
Legende: Seine Rückhand weiss zu gefallen Jakub Paul (19). Freshfocus

Es ist die immer gleiche Frage: Wer trägt das Schweizer Männer-Tennis, wenn dereinst Roger Federer und Stan Wawrinka nicht mehr spielen? Was kommt hinter Henri Laaksonen (26), dem 3. Schweizer Top-Spieler?

Blickt man auf die Weltrangliste, sticht einem ein Duo ins Auge. Von jenen Schweizern in den Top 1000, die noch keine 23 Jahre alt sind, haben zwei Spieler im letzten Jahr massive Sprünge im Ranking gemacht.

Hüslers Bestmarke

Der Eine ist der 22-jährige Marc-Andrea Hüsler (ATP 402). Der 1,96 m grosse Zürcher Linkshänder mit dem starken Aufschlag darf sich aktuell in Gstaad auf der grossen Bühne präsentieren. Prompt schlug er bei seiner ATP-Premiere die ehemalige Weltnummer 9 Nicolas Almagro.

Legende: Video Hüsler nach Sieg in Gstaad: «Es fühlt sich gut an» abspielen. Laufzeit 02:26 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 25.07.2018.

Am Donnerstag folgt für den Davis-Cup-Spieler die nächste Bewährungsprobe gegen Facundo Bagnis (ATP 177). Schon jetzt ist klar: Hüsler wird am Montag erstmals in seiner Karriere in den Top 400 geführt werden.

Ein Churer auf dem Vormarsch

Der Andere ist erst 19-jährig und heisst Jakub Paul. Der Churer (ATP 786) ist der einzige Schweizer Teenager in den Top 1000 der Weltrangliste. Seit Paul vor 11 Monaten zum 1. Mal im ATP-Ranking auftauchte, hat er beinahe 1000 Plätze gutgemacht.

Die Schweizer U23-Spieler in den Top 1000 der Weltrangliste

Spieler (Alter)
ATP-Rang 24.7.2018
ATP-Rang 24.7.2017
Veränderung
Marc-Andrea Hüsler (22)
402892+490 Plätze
Johan Nikles (21)
711667-44 Plätze
Jakub Paul (19)
7861678*+992 Plätze
Antoine Bellier (21)
813714-99 Plätze
Raphael Baltensperger (20)
851827-24 Plätze

Legende

* = Jakub Paul erscheint erst seit dem 28.08.2017 im ATP-Ranking

«Er hat einen super Backhand-Return und spielt sehr solide», schwärmt SRF-Tennisexperte Heinz Günthardt von Paul. «Aber beim Service muss er sich steigern. Er muss fast alle Punkte ausspielen.» In Gstaad gab der 1,80 m grosse Paul an der Seite von Adrian Bodmer im Doppel ein siegreiches ATP-Debüt.

In Klosters im Schaufenster

Weitere Teenager findet man nur ausserhalb der ATP-Top-1000 oder in der Junioren-Weltrangliste. Mit Luca Stähli (18), Henry von der Schulenburg (18), Yannick Steinegger (17) und Damien Wenger (18; Nummer 34 der Junioren-Weltrangliste) misst sich derzeit ein Quartett an der U18-EM in Klosters. Alle vier Spieler haben bereits Startsiege gefeiert.

Geht man noch eine Altersstufe tiefer, fällt Jérôme Kym auf. Der 15-Jährige ist physisch vielen Alterskollegen voraus und hat sein Potenzial mehrfach angedeutet. Zuletzt in der vergangenen Woche an der U16-EM in Russland, als er erst im Halbfinal gestoppt wurde und Bronze gewann.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 24.7.18, 17:40 Uhr

4 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Müller (KaMü)
    Die wirklich grossen Talente erscheinen schon mit 12 Jahren oder früher auf dem Radar und benötigen während des ganzen Aufbaus die notwendige Härte, aber auch Glück punkto Gesundheit. Könner wie Federer und Wawrinka, aber auch Hingis sind Geschenke, die man in Zukunft nicht erwarten kann. Sollten sie auftauchen, um so besser. Für Turniere in der CH, wie z.B. Gstaad, wäre dies wichtig. Ansonsten...?
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser (jeani)
    Es kommt sicher etwas nach, aber es wird Zeit brauchen bisvwirvwueder "nur annährend" solche Spitzenspieler wie Federer, Wawrinka und früher Hlasek und Rosset haben!
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    1. Antwort von Marc Nager (Marc Nager)
      Zeit ist etwas sehr Relatives. Hüsler zB könnte schon in zwei Jahren ganz vorne dabei sein. Das wäre später als es bei Federer der Fall war, aber von diesem Vergleich müssen wir sowieso wegkommen. Ein Jahrhunderttalent wie Federer gibt es eben nur einmal pro Jahrhundert. Also, bescheidener werden und dann werden wir auch in Zukunft Spaß an Schweizer Tennisspielern haben.
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  • Kommentar von Thomas Spirig (lalelu)
    jo in 10 jahren sind wir schlauer. :-)
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