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5-Satz-Sieg über Sinner Djokovic schafft das Undenkbare und greift nach Nummer 25

Um 01:32 Uhr Ortszeit in Melbourne war es vollbracht: Novak Djokovic, der im Viertelfinal gegen Lorenzo Musetti nach 0:2-Satzrückstand mit den Gedanken wohl bereits im Flieger nach Hause gewesen war, zwingt im Halbfinal der Australian Open Jannik Sinner in die Knie. In fünf Sätzen. Nach über vier Stunden. Mit bald 39 Jahren. Unglaublich.

Wie zu den besten Zeiten

Djokovic zeigte in der Rod Laver Arena eine Parforce-Leistung, die an alte Zeiten erinnerte. Der 24-fache Major-Champion zeigte sich in den längeren Ballwechseln zäh wie eh und je. Und als es eng wurde – und das wurde es oft – konnte sich Djokovic auf seinen Aufschlag verlassen, der praktisch über die gesamte Spieldauer vorzüglich funktionierte.

Sinner seinerseits kann sich kaum etwas vorwerfen. Der Italiener warf alles rein, forderte seinem Widersacher im Entscheidungssatz in jedem Returngame alles ab – doch es sollte an diesem Abend nicht sein für die Weltnummer 2. Sinner erspielte sich allein im 5. Umgang acht Breakbälle, Djokovic wehrte sie aber alle – teils in extremis – ab. Selber kam der Serbe nur zu einer einzigen Breakchance – und nutzte diese eiskalt zum 4:3 aus.

In der Folge verteidigte Djokovic seinen Vorsprung mit Ach und Krach und verwertete nach 4:09 Stunden seinen insgesamt dritten Matchball.

Djokovic nicht unterzukriegen

Zu Beginn hatte Sinner der Partie seinen Stempel aufgedrückt. Gleich im ersten Anlauf gelang dem Titelverteidiger der Servicedurchbruch. Dieses eine Break reichte Sinner zur Satzführung. Auch in sämtlichen Folgedurchgängen machte jeweils ein Aufschlagsverlust den Unterschied aus. Im 2. Umgang breakte Djokovic Sinner zum 3:1, im 3. Satz Sinner Djokovic zum 6:4 und im 4. Durchgang wieder Djokovic Sinner zum 1:0.

Gerade nach der 2:1-Satzführung von Sinner schien der Italiener besonders physisch die Vorteile klar auf seiner Seite zu haben. Doch Djokovic liess sich nicht unterkriegen, kämpfte sich zurück in die Partie und schaffte das grosse Comeback.

Rendez-vous mit der Geschichte

Damit hat Djokovic am Sonntag die Chance, seinen 25. Grand-Slam-Titel einzutüten und damit geschlechterübergreifend zum alleinigen Rekordhalter zu avancieren. Aktuell teilt er sich diesen Rekord noch mit der Australierin Margaret Court. Zudem könnte Djokovic die Australian Open bereits zum 11. Mal gewinnen. Alle bisherigen Finals konnte er für sich entscheiden.

Die Aufgabe ist aber wohl maximal schwer. Sein Gegner im Final ist mit Carlos Alcaraz kein Geringerer als die Weltnummer 1. Unklar ist jedoch, wie gut sich der Spanier bis am Sonntag erholen kann. Alcaraz kämpfte in seinem Halbfinal gegen Alexander Zverev mit körperlichen Problemen, bodigte den Deutschen nach 5:27 Stunden aber in fünf Sätzen.

Australian Open

SRF zwei, Sportlive, 30.01.2026, 11:15 Uhr ; 

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