- Der Höhenflug von Jil Teichmann (WTA 170) ist zu Ende: Die Schweizerin unterliegt Mirra Andrejewa (WTA 8) in 2 Sätzen.
- Die Seeländerin muss sich nach knapp eineinhalb Stunden mit 3:6 und 2:6 geschlagen geben.
- Mit Belinda Bencic schied am Sonntag eine zweite Schweizerin in Roland Garros aus.
Nach drei Runden ohne Satzverlust erwies sich Mirra Andrejewa für Jil Teichmann als zu stark. Die 19-Jährige war eine Spur präziser und konstanter, was sich nach der ausgeglichenen Startphase der Partie zunehmend auf die Kräfteverhältnisse auswirkte. Nach dem 3:3 im ersten Satz gewann die Linkshänderin aus der Schweiz nur noch zwei Games.
Mit dem Rücken zur Wand mobilisierte Teichmann, die dank eines geschützten Rankings direkt im Hauptfeld der French Open gestanden hatte, aber noch einmal alle Kräfte. 1:5 und 15:40 lag die Schweizerin im 2. Satz zurück – Andrejewa stand bei eigenem Aufschlag kurz vor dem Sieg. Doch die Seeländerin gab sich nicht geschlagen, wehrte insgesamt drei Matchbälle ab und verlängerte ihr Abenteuer in Paris zumindest um einige Minuten.
Denn im nächsten Game machte die Russin den Sack definitiv zu: Nach 85 Minuten musste sich Teichmann, die phasenweise tolles Tennis gezeigt hatte, mit 3:6 und 2:6 geschlagen geben.
Teichmann wird rund 30 Positionen gut machen
Dennoch war der Auftritt der 28-Jährigen in Paris ein voller Erfolg: Erst zum zweiten Mal nach 2023 hatte sie in Roland Garros den Vorstoss in die Achtelfinals geschafft. Teichmann bestätigte am Bois de Boulogne, dass sie nach der mehrmonatigen Pause auf bestem Weg zurück in die Top 100 der Weltrangliste ist. Mit den Siegen gegen Ludmila Samsonowa (WTA 27), Magdalena Frech (WTA 46) und vor allem gegen Karolina Muchova (WTA 10), 2023 Finalistin in Roland Garros, übertraf sie die Erwartungen deutlich.
In der Weltrangliste wird sie einen grossen Sprung nach vorne machen und sich nach den French Open um Position 140 einreihen.