Mit dem Premieren-Triumph von Alexander Zverev an einem Grand-Slam-Turnier haben die French Open am Sonntag ein Ende gefunden. Die zwei Wochen in Paris boten viel Spektakel, Spannung und vor allem zahlreiche Überraschungen.
SRF-Experte Michel Kratochvil, selber einst in der 3. Runde von Roland Garros gestanden (2000), bilanziert das 2. Major-Turnier des Jahres. Das sagt Kratochvil über ...
- ... das Ausscheiden der grossen Namen: «Die Favoriten sind unerwartet gestrauchelt. Aryna Sabalenka lag in Führung und verlor dann 10 Games am Stück. Auch Jannik Sinner, der führte, und dann in eine Wand reingelaufen ist.»
- ... die Wetterbedingungen in Paris: «Die Hitze hat in der ersten Woche viel Energie gekostet und ihren Teil zu den Überraschungen beigetragen. In der zweiten Woche haben sich die Bedingungen stark geändert, einfacher wurde es aber nicht.»
- ... Turniersiegerin Mirra Andrejewa: «Sie hat man nicht zum letzten Mal ein Grand-Slam-Turnier gewinnen sehen. Sie kann sehr variantenreich spielen, in der Offensive und in der Defensive. Den grössten Schritt hat sie im mentalen Bereich gemacht. In diesem Jahr ist sie cool geblieben.»
- ... Turniersieger Zverev: «Alle haben diesen Titel erwartet. Die Rahmenbedingungen waren sicher gut mit den beiden Topleuten, die gefehlt haben. Dieser Triumph könnte mit 29 Jahren der Dosenöffner sein. Es ist anders, wenn man mit einem Titel im Gepäck an ein Grand-Slam-Turnier reist. Gerade in Wimbledon mit seiner Servicequalitäten wird er ein anderes Auftreten haben dank diesem Sieg.»
- ... das Abschneiden der Schweizerinnen: «Sie haben ein super Turnier gespielt. Bei Viktorija Golubic war es längst überfällig – mit ihren guten Spielen am Billie Jean King Cup. An Grand-Slam-Turnieren konnte sie das noch nicht so ganz abrufen. Jetzt hat es geklappt.»