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Nach Out gegen Djokovic Nadal: «Ich fahre stolz in die Ferien»

Rafael Nadal.
Legende: Verabschiedet sich vom Publikum Rafael Nadal. Keystone

Der Spanier zeigte nach der Halbfinal-Niederlage in Wimbledon Grösse und sprach von einem «fantastischen Level».

Rafael Nadal, Sie hatten noch nicht viel Zeit, das Geschehene zu verarbeiten. Aber gibt es etwas, das Sie anders machen würden?

Rafael Nadal: Nein. Normalerweise bin ich sehr selbstkritisch, aber ich habe aggressiv gespielt und viele tolle Schläge gezeigt. Ein paar habe ich verzogen, aber das waren nicht viele. Bei dieser Intensität und Risikobereitschaft ist das auch normal, oder? Ich bereue nichts, ich habe ein grosses Spiel gezeigt. Er hat mich geschlagen, so ist Sport.

Was ist die spezielle Herausforderung, gegen Novak Djokovic zu spielen?

Dass ich mich mit einem der besten Tennisspieler der Geschichte messe. Dasselbe gilt wahrscheinlich auch umgekehrt. Unser gegenseitiger Respekt ist sehr gross. Wir haben in den grössten Stadien gegeneinander gespielt, viele grosse Momente geteilt. Er ist ein grossartiger Gegner.

Ich war zwar kein Zuschauer, aber ich denke, dass es eine grosse Show für die Fans war.

Wie schätzen Sie sein aktuelles Niveau ein?

Er ist wieder auf einem Top-Level und steht im Wimbledon-Final. Weil wir in der Vergangenheit so viel erreicht haben, vergessen die Leute oft, wie aussergewöhnlich das ist. Um das zu erreichen, muss man ausserordentlich gut Tennis spielen. Auch wenn man Novak Djokovic heisst.

Sie haben schon so viele Matches gegeneinander gespielt, wo reihen Sie diese Partie ein?

Um ehrlich zu sein, habe ich noch keine Zeit gehabt, darüber nachzudenken. Wir haben beide ein fantastisches Level gezeigt. Ich war zwar kein Zuschauer, aber ich denke, dass es eine grosse Show für die Fans war. Ich kann nur sagen, dass er den Sieg verdient hat. Das wäre auch umgekehrt der Fall gewesen. Dasselbe habe ich schon nach dem Spiel gegen Del Potro gesagt. Damals behielt ich das bessere Ende für mich, heute war es mein Gegner.

Hat es Ihrer Meinung Sinn gemacht, heute mit geschlossenem Dach zu spielen?

Nein. Aber ich werde dazu nichts mehr sagen, denn sonst werden Sie nur darüber schreiben. Und ich möchte nicht, dass nur darüber geschrieben wird.

Was nehmen Sie von diesem Turnier mit?

Es ist einerseits eine verpasste Chance, einen weiteren wichtigen Titel in meiner Karriere zu gewinnen. Andererseits fahre ich stolz in die Ferien. Ich habe nach der verletzungsbedingten Aufgabe in Australien nur zwei Matches verloren, habe viel und meistens sehr gut gespielt. Ich bin sehr stolz auf mich.

Legende: Video Djokovic: «Kleinigkeiten haben den Unterschied gemacht» abspielen. Laufzeit 02:43 Minuten.
Aus sportlive vom 14.07.2018.

Sendebezug: SRF info, sportlive, 14.07.2018, 14:00 Uhr

8 Kommentare

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  • Kommentar von markus kohler (nonickname)
    Federer hat in dieser Saison nicht annähernd auf dem Niveau von Nadal und Djokovic bei diesem Halbfinal gespielt. Er ist wieder in den Trott von 2016/17 gefallen. Mit dieser Einstellung wird er gar nichts erreichen und er verärgert damit nur sein Fans.
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    1. Antwort von Daniel Häberlin (Svensk)
      Erstens: Haben Sie eigentlich noch eine andere Lieblingsbeschäftigung, als gegen Schweizer Sportler zu hetzen? Ob im Fussball, Tennis oder Skisport: Immer haben Sie für unsere Sportsleute nur Hohn und Spott übrig! Zweitens: Treue Fans von Federer halten auch in der Niederlage zu ihm und lassen sich nicht "verärgern". Drittens: Federers bescheidene Saison von 2016 lässt sich kaum mit jener von 2017 vergleichen, denn 2017 war ja ein Superjahr für ihn (da sieht man, was Sie von Tennis verstehen).
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    2. Antwort von Daniel Häberlin (Svensk)
      Viertens: Wenn Federer in diesem Jahr so schlecht spielt, wie Sie meinen, wie erklären Sie sich dann, dass er die Australian Open gewonnen hat und es zeitweilig wieder an die Spitze der Weltrangliste schaffte? Auch wenn Sie es nicht wahrhaben wollen, Federer spielt nach wie vor ausgezeichnetes Tennis. Auch in den bisher (nur!) vier Niederlagen 2018 erbrachte er z. T. eine ansprechende Leistung, nur war sein jeweiliger Gegner in den entscheidenden Momenten halt noch ein wenig besser als er.
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  • Kommentar von Johanna Thomas (JoThomas)
    Gratulation an beide Spieler für dieses Match. Schade für Rafa, er hätte es auch verdient. Was für ein Kämpfer und äusserst fairer Verlierer nach schmerzhaften Niederlagen. Schon das Match gegen Del Potro war der Wahnsinn. Schade wird Rafa hierzulande nicht respektiert, gerade auch von den Kommentatoren beim SRF, vorallem Günthardt. Sich jedesmal auf's Neue abschätzig über seine Zwänge zu äussern ist unterste Schublade. All die "nur-Roger" Fans die dem Nadal aus Angst nichts gönnen: Feiglinge.
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  • Kommentar von Seppli Moser (Moser)
    nochmals gut gegangen. es geht ja eigentlich nur darum, dass niemand in die Nähe von RF's Rekord kommt ;)
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    1. Antwort von Johanna Thomas (JoThomas)
      Was für ein erbärmliche Einstellung. Sorry to say.
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