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Wawrinka nach Abnützungskampf Bier als Belohnung, Fritz als Supplement

Stan Wawrinka sorgt in Melbourne weiter für Begeisterung. Da liegt als Belohnung auch mal ein kühles Blondes drin.

Erstmals seit den US Open 2023 ist Stan Wawrinka an einem Grand-Slam-Turnier wieder einmal unter den letzten 32. Wie viel ihm der Sieg in der 2. Runde der Australian Open gegen den französischen Qualifikanten Arthur Géa bedeutete, zeigte sich nach der Partie. Für einmal ergänzte Wawrinka seine berühmte Pose und hielt sich zur Verdeutlichung seines mentalen Efforts gleich beide Zeigefinger an die Stirn.

Die 4:33 Stunden zuvor hatten Tennis mit höchstem Unterhaltungswert geboten. Neben dem Kopf war dabei vor allem auch die Physis des 40-Jährigen gefordert. «Es sind meine letzten Australian Open, ich möchte das Ende auch während den Matches so lange wie möglich herauszögern», scherzte Wawrinka im Platzinterview bei Mats Wilander. «Ausgelaugt» fühle er sich, doch einmal mehr habe er sich vom begeisterten Publikum tragen lassen. «Ihr habt mir so viel Energie gegeben.»

Tennisspieler gestikuliert mit Finger an der Stirn.
Legende: Später kam auch der zweite Zeigefinger dazu Stan Wawrinka kämpfte sich mit einer Willensleistung in die 3. Runde der Australian Open. Getty Images/Lintao Zhang

Géa erweist sich als starker Gegner

Géa hatte den Schweizer mit aggressivem Tennis immer wieder vor Probleme gestellt. Sobald Wawrinka etwas passiv wurde, übernahm der 21-Jährige das Zepter. Die Nummer 198 der Welt war mit dem Selbstvertrauen des Turniersieges beim Challenger in Noumea nach Melbourne gereist, wo Géa drei Quali-Runden und das Kräftemessen mit Jiri Lehecka (ATP 19) überstanden hatte. Nicht zufällig, wie sich zeigte.

«Er hat extrem gut gespielt und mich ständig unter Druck gesetzt. Es war deshalb wichtig, positiv und diszipliniert zu bleiben. Zum Glück hat er am Schluss physisch etwas nachgelassen, das hat mir noch einmal einen Schub Selbstvertrauen gegeben», so Wawrinka.

Zur Entspannung ein Bier

Nur allzu gerne würde der Romand den Fans in der 3. Runde noch einmal eine ähnliche Show bieten. Mit Taylor Fritz wartet allerdings ein echtes Schwergewicht auf ihn. Der US-Open-Finalist von 2024 musste zum Turnierauftakt gegen Valentin Royer zwar überraschend einen Satz abgeben, beim zweiten Auftritt bekundete er gegen Vit Kopriva aber keine Mühe, erledigte die Pflichtaufgabe in 1:58 Stunden und konnte im Gegensatz zu Wawrinka Kräfte sparen.

Obwohl Wawrinka im Head-to-Head 2:1 führt, liegt die Favoritenrolle klar beim US-Amerikaner, der in der Weltrangliste den 9. Platz einnimmt. «Keine Ahnung», entgegnete der Waadtländer auf die Frage, wie er sich nun erholen wolle. An einen Fan gerichtet, der während des Matches aus Versehen ein Bier auf den Platz hatte fallen lassen, meinte er aber: «Vielleicht werde ich mir auch eines gönnen. Ich glaube, das habe ich mir verdient.»

Australian Open

Livestream auf srf.ch/sport, sportlive, 22.01.2026, 06:00 Uhr ; 

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