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Weitere Tiraden gegen Ramos Serena Williams wirft Schiri Sexismus vor

Die Amerikanerin war auch eine Stunde nach dem Final nicht zu beruhigen und blieb bei den Vorwürfen gegen Schiri Ramos.

Legende: Video Williams: «Das gibt mir wirklich zu denken» abspielen. Laufzeit 01:11 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 09.09.2018.

Serena Williams hat nach dem verlorenen Final an den US Open in New York Schiedsrichter Carlos Ramos Sexismus vorgeworfen. Der Portugiese hatte die 36-jährige Amerikanerin dreimal verwarnt und ihrer Gegnerin Naomi Osaka zuerst einen Punkt und dann ein Spiel zugesprochen.

«Frauenrechte und Gleichberechtigung»

«Ich habe andere Männer gesehen, die andere Dinge zu anderen Schiedsrichtern gesagt haben», erklärte Williams eine Stunde nach dem 2:6, 4:6 auf der Medienkonferenz: «Ich bin hier, um für Frauenrechte, Gleichberechtigung und all das zu kämpfen. Ich habe ihn als Dieb bezeichnet, weil er mir ein Spiel weggenommen hat, das fühlt sich für mich sexistisch an. Einem Mann hätte er dafür nie ein Spiel weggenommen.»

Ramos hatte Williams zu Beginn des 2. Satzes wegen unerlaubten Coachings verwarnt, daraufhin verlor die 23-malige Grand-Slam-Siegerin die Beherrschung und beschimpfte den Referee als «Dieb» und «Lügner». Allerdings gab ihr Trainer Patrick Mouratoglou das Vergehen später zu.

Ramos blieb keine andere Wahl

Nachdem Williams wenig später ihren Schläger zerstörte, hatte Ramos keine andere Wahl, als sie zum zweiten Mal zu verwarnen und eine Punktstrafe auszusprechen.

Legende: Video Coaching, zerstörtes Racket, Beleidigung abspielen. Laufzeit 02:21 Minuten.
Aus sportlive vom 09.09.2018.

Viele Journalisten applaudierten Williams für ihre Rede. «Das, was ich erdulden muss, ist ein Beispiel für die nächste Person, die ihre Emotionen ausdrücken will, um eine starke Frau zu sein», sagte Williams: «Nach heute werden sie es dürfen. Vielleicht hat es nicht für mich funktioniert, aber es wird für die nächste funktionieren.» Sie erinnerte auch an den unrühmlichen Fall um Alize Cornet.

Beschwichtigungsversuche der WTA

Die Spielerinnenorganisation WTA erklärte: «Während des Matches gab es Angelegenheiten, die untersucht werden müssen. Aber heute Nacht ist es an der Zeit, diese beiden unglaublichen Spielerinnen zu feiern, die beide von grosser Integrität sind.»

Präsidentin Katrina Adams vom US-Verband USTA lobte Williams «für ihre Klasse und ihren Sportsgeist» und für ihre Rede während der Siegerehrung, bei der sie versuchte, die Buhrufe der Zuschauer gegen Referee Ramos zu stoppen.

Legende: Video Zusammenfassung Osaka - Williams abspielen. Laufzeit 04:31 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 09.09.2018.

Sendebezug: SRF info, sportlive, 08.09.2018, 22:00 Uhr

69 Kommentare

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  • Kommentar von Andrea Esslinger (weiterdenken)
    Yahoo.com schreibt auch über die Sexismusvorwürfe von Williams an den Schiedsrichter. In den Kommentaren (immerhin über 500) wird sie dafür fast ausschliesslich kritisiert. Recht so.
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Wenn's mit der sportlichen Leistung nicht mehr alleine funktioniert, kann man ja auch in diese langsam abgedroschene (Sexismus- oder Rassismus-)Kiste greifen. Sieht so aus wie diese peinliche "Handtäschli-Gate-Geschichte" damals an der Bahnhofstrasse in Zürich.
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  • Kommentar von Daniel Fuchs (Daniel Fuchs)
    Frauenrechte? Sexismus? Ich glaub ich hör nicht recht... gibt’s eigentlich noch eine dümmere Ausrede für diese Extrem-Demonstration einer Charakterschwäche. Und wenn Ihr so sehr an Gleichstellung gelegen ist sollte sie sich eventuell mal dafür einsetzten, dass Frauen auch best of five spielen für das gleiche Preisgeld…
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