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Van Uytvanck gegen Minnen Wenn die Lebenspartnerin plötzlich die Rivalin ist

Die Belgierinnen Alison van Uytvanck und Greet Minnen erlebten in Karlsruhe eine ungewollte Premiere – und setzten ein weiteres Zeichen gegen Homophobie.

Zwei Tennisspielerinnen umarmen sich.
Legende: Partnerinnen auf und neben dem Platz Alison van Uytvanck (l.) und Greet Minnen, hier beim gemeinsamen Doppel in Wimbledon. imago images

Am Ende des Duells, das keiner wollte, fielen sich Alison van Uytvanck und Greet Minnen in die Arme und beendeten das «Liebesduell» mit einem Kuss. Die Belgierinnen sind seit 3 Jahren ein Paar – und ihre Beziehung hatte beim 6:4, 1:6, 6:1-Sieg der favorisierten Van Uytvanck offensichtlich keinen Schaden genommen.

Ich bin homosexuell, nicht krank.
Autor: Alison van Uytvanck

Es war das 1. Duell im Einzel. Vor wenigen Wochen hatte sich das Paar beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon einen gemeinsamen Traum erfüllt. Zusammen erreichten sie die 2. Runde und nutzten die Aufmerksamkeit, um ihr Anliegen in die Öffentlichkeit zu tragen.

Hoffnung auf mehr Coming-Outs

Van Uytvanck sagte dem Guardian, sie hoffe auf mehr Coming Outs – auch unter männlichen Spielern: «Ich glaube, die Leute würden dadurch mehr Selbstvertrauen bekommen.» Sie plädiert für Offenheit: «Ich bin homosexuell, nicht krank.»

Minnen sprach mit dem Telegraph über die Vorteile einer Beziehung zwischen Tennisprofis. «Es kann hart sein, wenn man sich nicht sieht. Aber es ist auch sehr schön, weil sie dich versteht.»

5 Kommentare

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  • Kommentar von Francis Waeber  (Francis Waeber)
    Guter Beitrag. Irgendwie schade dass sich ein Liebespaar gegenseitig aus dem Turnier schmeisst. Andererseits find ich's ein Armutszeugnis für die Menschheit dass Homosexualität überhaupt noch ein Thema ist. Auch Schwule und Lesben sollen tun und lassen was sie wollen, so lange sie niemandem auf die Füsse treten. Genau so wie alle anderen auch. Von denen eine Art "Outing" zu verlangen finde ich in diesem Jahrhundert überholt.
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  • Kommentar von Andreas Meier  (Epikur)
    Immer sind es die Privilegierten mit den grössten Leiden. Die Welt ist voll von Leuten, welche ihre pure Existenz schon als Berechtigung zum Einfordern ihrer jeweiligen Präferenzen sehen. Das ändert nichts daran, dass das anderen nur ein müdes Lächeln abringt. Gehen Sie mal nach Saudi Arabien, Pakistan, Indonesien, China, Bangladesh, Afrika und ähnlich gastfreundliche, tolerante Orte, und fragen Sie die Homosexuellen da, wie schlimm sie die Situation im überbezahlten Damentennis finden.
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  • Kommentar von Jan Locher  (Louky)
    Meiner Meinung nach ist jede Liebe etwas Besonderes. Solange die gleichgeschlechtliche Liebe nicht als gleichwertig gilt, werden sich exponierte Persönlichkeiten wohl weiterhin outen müssen.
    @srf: guter Beitrag, danke!
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