Lediglich 78 Minuten benötigte Belinda Bencic, die Nummer 12 der Welt, für den dritten Sieg im fünften Vergleich mit Amanda Anisimova, der Nummer 6 der Welt. In Miami war es der dritte souveräne Auftritt ohne Satzverlust. Nach einem Freilos in der 1. Runde hatte Bencic auch der Türkin Zeynep Sönmez und der Russin Diana Shnaider keine Chance gelassen.
In der unerwartet einseitigen Partie gegen Anisimova, die vor neun Jahren in Miami als Nummer 512 im Ranking und Wildcard-Empfängerin ihr allererstes Turnier auf Stufe WTA bestritten hatte (und in der 1. Runde an ihrer Landsfrau Taylor Townsend gescheitert war), sorgte Bencic mit je zwei Servicedurchbrüchen in den zwei Sätzen für klare Verhältnisse. Sie selber lief ein einziges Mal Gefahr, ihren Aufschlag abzugeben, machte die Möglichkeit Anisimovas beim Stand von 4:1 im zweiten Durchgang aber zunichte.
Nun gegen Gauff
Bencic erreichte bei ihrem dritten Start bei einem Event der Serie 1000 nach zwei Achtelfinals erstmals in diesem Jahr die Runde der letzten acht. In Dubai hatte sie gegen die Ukrainerin Jelina Switolina verloren, in Indian Wells, Kalifornien, gegen die Amerikanerin Jessica Pegula. In Miami war Bencic zuvor erst einmal über die Achtelfinals hinaus gekommen. Vor vier Jahren schaffte sie es in die Halbfinals, in denen sie gegen die Japanerin Naomi Osaka den Kürzeren zog.
Viertelfinal-Gegnerin in der Nacht auf Mittwoch ist eine weitere Amerikanerin, Coco Gauff. Gegen die Nummer 4 der Weltrangliste hat Bencic von den bisherigen sechs Duellen zwei für sich entschieden. «Ich freue mich auf die Herausforderung», sagte Bencic. «Ich bin gespannt zu sehen, was ich noch besser machen kann.»