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WTA und ATP in New York Nach Boykott: Osaka tritt doch zum Halbfinal an

Am WTA- und ATP-Turnier in New York wird erst am Freitag wieder gespielt. Naomi Osaka hat sich nun doch dazu entschlossen, den Halbfinal zu bestreiten.

Naomi Osaka.
Legende: Setzt ein Zeichen des Protests Naomi Osaka. Getty Images

Osaka hatte am Mittwoch aus Protest gegen den Rassismus in den USA auf ihren Einsatz verzichtet. «Noch bevor ich eine Athletin bin, bin ich eine schwarze Frau. Und als eine schwarze Frau habe ich das Gefühl, dass es wichtigere Themen gibt, die sofortige Aufmerksamkeit brauchen, anstatt mich Tennis spielen zu sehen», erklärte die 22-jährige Japanerin.

Die in Florida lebende ehemalige Weltnummer 1 verbreitete die Stellungnahme in den sozialen Medien. «Ich erwarte nicht, dass etwas Drastisches mit mir passiert, wenn ich nicht spiele. Aber wenn ich eine Diskussion starten kann in einem mehrheitlich weissen Sport, betrachte ich das als Schritt in die richtige Richtung.»

Nach langwierigen Gesprächen mit der WTA und der USTA gab Osaka am Donnerstag der Bitte nach, ihre Halbfinal-Begegnung gegen Elise Mertens doch zu bestreiten. Das Duell soll am Freitag stattfinden.

Protestwelle von NBA-Team lanciert

Osaka ist Teil einer Protestwelle gegen Rassismus und Polizeigewalt, die in dieser Intensität vom NBA-Team der Milwaukee Bucks angeschoben worden war. «Der Tennissport bezieht im Kollektiv Stellung gegen Rassenungleichheit und soziale Ungerechtigkeit, die in den USA erneut in den Vordergrund gerückt sind», schrieben die Organisatoren des wegen der Corona-Einschränkungen von Cincinnati nach New York verlegten Turniers.

Video
US-Sportler protestieren gegen Rassismus
Aus sportflash vom 27.08.2020.
abspielen

SRF1, Tagesschau, 26.08.2020, 19:30 Uhr;

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Samuel Mörgel  (Normal denkender)
    Zitat:" ...kann in einem mehrheitlich weissen Sport"
    Wer hindert daran mehr schwarze Tennis spielen zu lassen?
    Das wird langsam lächerlich...
  • Kommentar von Andreas Hug  (AndiHug)
    Es gab mal eine Zeit, noch nicht mal lange her; da war Sport und Politik nicht miteinander verwuzelt. Mittlerweile wird fast bei jeder Gelegenheit Politisch Werbung gemacht. Wenn das jeder macht wie Osaka, dann kann man bald einpacken. Eigentlich sollten die Spieler disqualifiziert werden wenn sie nicht antreten (wollen). Gerne kann sie ihre Meinung sagen, ohne gleich das Spiel zu Bojkottieren. Auch sollte man die Gewalt der Protestierenden nicht runterspielen. Gewalt erzeugt immer Gegengewalt.
    1. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Herr Hug, es wäre hilfreich, wenn Sie die "eine Zeit, noch nicht mal lange her" konkret nach Jahren oder Jahrzehnten benennen könnten. Ich nenne als Gegenbeispiele zu Ihrer Theorie nämlich ein paar Ereignisse, die doch schon länger zurückliegen: Die "Hitlerolympiade" 1936 in Berlin sowie die teilweisen Boykotte der Olympischen Spiele Helsinki 1952, Melbourne 1956 (ohne die Mannschaften der Schweiz und anderer Länder), Moskau 1980 und Los Angeles 1984.
    2. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Hug: Die Aktionen der Protestierenden SIND eine Gegengewalt. Die eigentliche Gewalt geht von der Polizei aus.
    3. Antwort von Michael Siffert  (Pedro Ez)
      Sie haben NICHTS kapiert!
      Und sie sind diesem Nickname nicht würdig - R.I.P.
    4. Antwort von Andreas Hug  (AndiHug)
      @Siffert. Ihr Kommentar ist lächerlich. Als ob ich was für meinen Namen kann. Was sie da schreiben ist total deplatziert.
      Kriminelle Menschen werden hier gelobt und man trauert sogar noch um die Straftäter. Verrückte Zeiten.
  • Kommentar von Roland Gasche  (NachDenker)
    Ihre Aussage ist falsch und ihre Haltung nicht konsequent. Beispiele: Fussball, Basketball, Football, Leichtathletik, etc. ist längst nicht mehr weiss dominiert, sie sollte sich mal ausserhalb des Tenniscourt umschauen. Die Sportler wollen, dass sich die Politik nicht in den Sport einmischt, umgekehrt aber schon. Wenn sie Gutes tun will, dann soll sie konkret mithelfen den Rassismus zu bekämpfen, schlaue Sprüche vom Sofa gibt es genug, die haben bisher leider nicht wirklich was verändert.
    1. Antwort von Stefan Gisler  (Stefan Gisler)
      @Nachdenker, nicht nach gedacht, Tennis ist ein von Weissen dominierter Sport.
      Sie tut etwas Gutes indem sie auf den Rassismus aufmerksam macht.
      Tun sie was gegen Rassismus, oder verfassen sie nur ,,schlaue Kommentare,,.
    2. Antwort von Andreas Hug  (AndiHug)
      @ gasche. Ich bin Ganz ihrer Meinung.
      @ Gisler. Weil mehr Weisse Tennisspielen ist der Sport nun rassistisch? oder wie ist das nun gemeint? Meiner Meinung nach gibt es bei Weissen, Schwarzen, Gelben, Roten usw. rassisten.
      auch ist man heutzutags übersensibel wenn es um Rassismus geht. Wenn man den M...kopf zum Schokokuss umbennenen muss ist das doch übertrieben. Ich finde ja auch, dass man in den USA ein Problem hat mit Rassismus (allseitig), aber das gehört nicht in den Sport.
    3. Antwort von Richard Liu  (richard-liu)
      Solche Einzelaktionen sind das Privileg der besser betuchten Spieler und Spielerinnen, und lenken soviel Aufmerksamkeit auf sie als auf die Sache, für die sie einstünden. Viel wirksamer, längerlebig, aufrichtiger wäre gewesen, zusammen mit anderen Teilnehmern darauf hinzuwirken, dass die Organisatoren einen eintägigen Spielunterbruch als Protest gegen den Rassismus ausrufen.
    4. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      @HUg und Gasche: Es ist so wie Fr. Osaka es geschrieben hat. Der Tennissport ist weiss dominiert. Nicht mehr und nicht weniger. Es ist nicht hilfreich wenn Sie die Aussage von Osaka verdrehen, weil Sie sie nicht verstehen. Und@ Liu: Es findet sich immer einer der es besser weiss, und wenn jeder immer wartet bis keiner es mehr besser weiss, bevor man etwas tut, dann tut nie jemand irgend etwas.