Zum Inhalt springen

Header

Video
Spirig: «Das macht mich stolz»
Aus Tokyo 2020 Clips vom 27.07.2021.
abspielen
Inhalt

Grosse innere Genugtuung Spirig: «Hätte nichts besser machen können»

Nach ihrer Abschiedsvorstellung im Einzel bei Olympia stuft Nicola Spirig im SRF-Interview ihren 6. Rang als sehr wertvoll ein und zeigt sich emotional.

Für Nicola Spirig entwickelte sich der Olympia-Triathlon von Tokio so, wie sie dies im Vorfeld befürchtet hatte. «6 bis 7 gute Schwimmerinnen kommen gemeinsam aus dem Wasser und arbeiten dann auf dem Velo effizient zusammen.»

Dieses Szenario trat ein, Spirig aber presste bis zuletzt jedes einzelne Korn aus sich heraus. Denn sie orientiert sich an folgendem Motto: «Kämpfe bis zum Schluss, in einem Olympia-Rennen kann immer noch etwas passieren.»

Stark, aber nicht stark genug ...

Entsprechend liess die 39-Jährige nach dem Ausstieg aus dem Wasser nichts unversucht und betrieb auf der Radstrecke einen enormen Kraftaufwand. «Ich habe viel Führungsarbeit geleistet und kaum Unterstützung erhalten. Aber ich habe mich bei der Taktikbesprechung mit meinem Coach darauf eingestellt.»

Ich konnte nochmals fit zu meinen 5. Sommerspielen antreten und mit der Weltspitze mithalten.
Autor: Nicola Spirig

Spirig verweist auf ein starkes Rennen – in allen Disziplinen. «Aber letztlich war meine Leistung auf dem Rad nicht stark genug, um die Spitzengruppe einzuholen», musste sie anerkennen.

Video
SRF begleitete Spirig hautnah auf ihrem Weg an die 5. Spiele
Aus sportdokus vom 26.07.2021.
abspielen

Sechste geblieben, nicht aber im Leben stehen geblieben

Nicht mehr von ihrer kämpferischen, sondern vielmehr von ihrer emotionalen Seite zeigte sich die Ausnahmekönnerin nach dem Zieldurchlauf. «Mit einem 6. Rang hierzustehen macht mich stolz.» Das gleiche Abschneiden glückte ihr schon einmal vor langen 13 Jahren – ehe zwei Olympia-Medaillen folgten.

Spirigs bemerkenswerte Olympia-Konstanz

Box aufklappenBox zuklappen
  • 2004 in Athen: 19. Rang
  • 2008 in Peking: 6. Rang
  • 2012 in London: 1. Rang
  • 2016 in Rio: 2. Rang
  • 2021 in Tokio: 6. Rang

«Ich stehe mittlerweile mit drei Kindern an einem ganz anderen Punkt im Leben. Aber ich konnte nochmals fit zu meinen 5. Sommerspielen antreten und mit der Weltspitze mithalten.» Dies wertet die Zürcherin als absolutes Privileg.

Ganz zum Schluss durfte Spirig noch einen «Gute-Nacht-Gruss» nach Hause zu ihrem 8-jährigen Sohn Yannis schicken. Dieser durfte wachbleiben und den Auftritt seiner Mutter vor dem TV verfolgen. Die Sehnsucht nach einem baldigen Wiedersehen ist beidseits riesig.

Video
Spirigs Ehemann Hug: «Sie hat vom 1. bis zum letzten Meter alles gegeben»
Aus Tokyo 2020 Clips vom 27.07.2021.
abspielen

SRF zwei, sportlive, 26.07.2021 23:15 Uhr;

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Ueli Feuz  („Üeu“)
    Tolle, sympathische Frau. Eine der grössten Sportlerinnen die die Schweiz je hatte.
  • Kommentar von Giovanni Schärer  (Giovanni Schärer)
    Wunderbares Interview! Danke, Nicola, du warst auf dem Parcours Spitze, aber erst recht vor dem Mikrofon! Dafür solltest du die Goldmedaille bekommen, denn ich habe noch nie so ein sympathisches und trotzdem emotionales Auskunft geben gesehen. Liebe Grüsse von Giovanni aus Dielsdorf auch an Reto!
  • Kommentar von Beat Lohm  (Beat Lohm)
    Was für eine unglaubliche Leistung. Das Verfolgerfeld bei diesen miesen Verhältnissen über eine Stunde praktisch alleine angeführt, den Abstand behalten und im Laufen das Level durchgezogen. Das mit 39, 3 Kindern und Familie. Fragen Sie jetzt nur nicht den Trainer, ob das gut war.
    Weltklasse Leistung, vorbildliche Einstellung und ein glasklares Interview. Hat sich gelohnt, mit zu fiebern.