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Emotionen pur: Alle 13 Schweizer Medaillen bei den Olympischen Spielen
Aus Tokyo 2020 Clips vom 08.08.2021.
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So gut wie zuletzt 1952 13 Medaillen in Tokio: Schweiz toppt Erwartungen deutlich

Die Olympia-Medaillenausbeute der Schweiz in Tokio ist stark. Die Frauen dominieren dabei die Männer deutlich.

16 Sommerspiele lang hatte die Schweiz warten müssen, nun hat sie es wieder geschafft: Erstmals seit Helsinki 1952 sammelte Swiss Olympic Medaillen im zweistelligen Bereich. 13 Mal Edelmetall war es am Schluss – was doch überraschend kam. So hatten vor den Olympischen Spielen nur gerade 9% der SRF-User auf «10 oder mehr» Medaillen gesetzt.

Dabei war der Medaillengenerator zum Ende der Spiele hin etwas ins Stocken geraten mit «nur» noch einer Auszeichnung ab Montag der zweiten Woche (Bronze im Beachvolleyball). Das Minimalziel von sieben Medaillen hatte die Schweizer Delegation bereits nach einem Drittel des Wettkampfpensums übertroffen.

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Stöckli: «Das macht die ganze Schweiz stolz»
Aus Tokyo 2020 Clips vom 08.08.2021.
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Majorität auf Konto der Frauen

Auch bei der für den Medaillenspiegel massgebenden Anzahl Goldmedaillen steht die Schweiz im Vergleich zu früheren Spielen ausgezeichnet da. Dank Belinda Bencic im Tennis, Schützin Nina Christen und Mountainbikerin Jolanda Neff ertönte bei den Medaillenfeiern insgesamt dreimal der Schweizer Psalm. Nur 1996 in Atlanta feierte die Schweiz in der jüngeren Vergangenheit mehr Olympiasiege (4) – holte damals aber nur 3 weitere Medaillen.

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Bencic, Neff und Christen krönen die Schweizer Frauen-Leistungen
Aus Tokyo 2020 Clips vom 08.08.2021.
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Den Löwenanteil der Erfolge in Tokio verantworten die Frauen (10 von 13 Medaillen). Bereits bei früheren Spielen (2000 in Sydney, 2016 in Rio de Janeiro) steuerten die Athletinnen mehr Medaillen zum Ergebnis bei als die Männer, noch nie aber war ihre Dominanz «erdrückender» als in diesem Jahr. «Das hat sich etwas abgezeichnet», meinte Ralph Stöckli, Chef de Mission von Swiss Olympic. «Die Frauen sind am Auf- und Überholen, auch dank unserer Fördergefässe.» Vor Tokio gab es nur 3 Schweizer Einzel-Olympiasiegerinnen, nun hat dieser exklusive Zirkel doppelt so viele Mitglieder.

Insgesamt 7 Schweizer Olympiasiegerinnen

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Neben Bencic, Christen und Neff hatten sich zuvor Dressurreiterin Christine Stückelberger (1976) und die beiden Triathletinnen Brigitte McMahon (2000) und Nicola Spirig (2012) zu Olympiasiegerinnen im Einzel gekrönt. Die allererste Titelträgerin hiess Hélène de Pourtales, welche 1900 im Segeln Team-Gold holte.

Den Medaillenspiegel schloss die Schweiz auf Platz 24 ab und bestätigte damit den Aufwärtstrend in diesem Jahrtausend (Platz 24 in Rio 2016, zuvor 33/London, 34/Peking, 46/Athen). Stellt man die Anzahl gewonnener Medaillen ins Verhältnis zur Einwohnerzahl, rückt die Schweiz gar auf Platz 15 vor. In Führung liegen dann plötzlich Nationen wie San Marino oder Bermuda.

Olympia: Alternativer Medaillenspiegel

PlatzLandAnzahl Medaillen
EinwohnerEinwohner/Medaillen
1.San Marino333’86411’288
2.Bermuda162’50862’508
3.Grenada1112’002112’002
4.Neuseeland364’783’062132’863
5.Bahamas2389’486194’743
6.Jamaika92’948’277327’586
7.Slowenien52’078’654415’731
8.Fidschi2889’955444’978
9.Niederlande3617’097’123474’920
10.Ungarn209’684’680484’234
15.Schweiz138'591'361660'874

SRF zwei, sportlive, 06.08.2021, 01:55 Uhr;

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55 Kommentare

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  • Kommentar von Erich Singer  (Mairegen)
    Lasst doch mal die blöden Rechnereien mit "pro Einwohnerzahl, Disziplinen Und Teilnehmern etc.. Fakt ist dass die Schweizer Delegation eine sehr erfolgreiche Olympiade bestritten hat. Wer Edelmetall geholt hat oder ein Diplom (43) , ob Damen oder Herren ist doch egal. Einfach äusserst erfreulich und begeisternd. Danke und viel Erfolg auch in Zukunft. Ihr habt ausser den Nörglern) uns allen grosse Freude bereitet!! Ihr dürft hoch erhobenen Hauptes heimkommen und euch feiern lassen. Bleibt gesund.
  • Kommentar von Töbu Merz  (Saibot Zrem)
    Ich kam voll auf meine Kosten.
    Die Schweizer Athleten begeisterten auf der ganzen Linie.
    Die jungen sind in den Startlöchern und sind heiss auf mehr!
    Schweizer Sportherz was willst du mehr.
    Bravo an die ganze Crew und damit meine ich alle.
    So gefällt mir das. Weltklasse !!!
    Ein dreifaches Hipp Hipp Hurra.
  • Kommentar von Herbert Menzi  (hmenzi)
    Der Vergleich mit 1952 hinkt enorm, da gab's noch nicht diese Medaillen-Flut und eine dermassen gigantische Delegation + noch grösserer Tross.
    1. Antwort von Josua Häfeli  (Häfiboy89)
      Nein der hinkt überhaupt nicht.
      Zum einen war 1952 die Leistungsdichte im Spitzensport allgemein und vor allem ausserhalb Europas und Amerikas enorm klein.
      Zum anderen waren sehr viele Länder resp Delegationen noch „geschwächt“ vom 2. WK.
      Ich finde im Gegenteil dass die heutige Leistung sogar noch höher einzuschätzen ist, da die Konkurrenz viel grösser geworden ist.