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Corona-Impfung – Wirksam trotz Mutationen?
Aus Puls vom 19.04.2021.
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Schutz vor Virusmutationen Covid-Impfung: Gewappnet für Virusvarianten?

Es tauchen immer mehr Varianten von Sars-CoV-2 auf. Was bedeutet das für die Covid-19-Impfung – droht sie zu veralten?

Varianten aus Grossbritannien, Brasilien oder Südafrika sorgten in den letzten Wochen für Unsicherheit. Ist unsere Impfung schon veraltet, noch bevor ein Grossteil der Bevölkerung geimpft wurde? Und wie lange dauert es, bis angepasste Impfungen zugelassen werden? Eine aktuelle Übersicht.

Virusvarianten - alles auf Anfang?

Bei geimpften Personen ist das Immunsystem auf Sars-CoV-2 vorbereitet. Sobald das Virus es in ihren Körper schafft, heften sich Antikörper an die Spikes, die «Stacheln» des Virus. Das Virus wird blockiert und kann nicht mehr an den Zellen andocken, sich so auch nicht mehr in Zellen vermehren. Die Infektion wird ausgebremst. Doch die neuen Virusvarianten haben sich angepasst und ihre Spikes verändert. So tricksen sie die Antikörper aus.

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Wie die Virusvarianten den Impferfolg gefährden
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Sind wir also wehrlos? Nein. Antikörper sind nicht die einzige Bastion gegen die Viren. In der zweiten Verteidigungslinie stehen T-Zellen bereit, die unter anderem nach von Viren befallenen Zellen suchen und diese töten. Laborexperiment zeigen: T-Zellen scheinen etwas weniger anfällig auf Veränderungen am Virus-Spike zu sein.

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T-Zellen-Antwort gegen Virusvarianten
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Wie gut schützen aktuelle Impfungen?

Aktuell beschäftigt die Schweiz vor allem die britische Mutation. Sie macht einen Grossteil der Ansteckungen aus, ist 30 bis 50 Prozent ansteckender als die ursprüngliche Virusvariante. Hier gibt es gute Nachrichten: «Wir wissen, dass die Impfung gut wirkt gegen die britische Variante», so die Epidemiologin Emma Hodcroft.

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Epidemiologin Emma Hodcroft: «Wir wissen, dass die Impfung gut gegen die britische Variante wirkt.»
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Bei der brasilianischen und südafrikanischen Variante ist die Datenlage noch nicht gleich klar. Im Labor entkommt die südafrikanische Variante Antikörpern besser als etwa die britische Variante, grundsätzlich reagieren T-Zellen aber auf die südafrikanische Variante. Schlussendlich braucht es aber Daten aus der realen Welt, um beurteilen zu können, ob und wie gut die südafrikanische Variante den Impfschutz umgehen kann.

Bis jetzt weiss man von Einzelfällen, die sich trotz mRNA-Impfung angesteckt haben. Was, wenn es mehr werden? Der grosse Vorteil der mRNA-Impfungen: Sie können schnell angepasst werden.

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Christoph Berger über die Impfstrategie des Bundes
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Wie sieht die Impfung zukünftig aus?

An neuen mRNA-Impfstoffen, die auch gezielt auf neue Virusvarianten eingehen, wird heute schon gearbeitet. Zudem warten laut dem Immunologen Steve Pascolo die Impfstoffhersteller nicht darauf, bis sich eine neue Variante verbreitet, sondern forschen schon in Voraussicht: «Sie erstellen RNA-Impfstoff gegen mögliche Varianten, sodass sie bereit sind, wenn was kommt.»

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«Die Firmen warten nicht auf eine neue Variante, sie forschen jetzt schon an möglichen Varianten.»
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Doch wie lange geht es bis zur Zulassung von solchen angepassten Impfungen? Monatelange Zulassungsprozesse seien nicht nötig, findet der Immunologe. «Wir haben auch bei der Grippe nicht jedes Jahr klinische Studien.» Tatsächlich diskutiert die Zulassungsbehörde Swissmedic eine einfachere Zulassung für angepasste Covid-Impfstoffe.

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«Bei der Grippe führen wir auch nicht jedes Jahr klinische Studien durch.»
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Aber auch wenn eine Covid-Impfung wie bei der Grippe immer wieder angepasst und schnell zugelassen wird, bleibt eine Herausforderung: «Mit einem neuen Impfstoff sind wir noch nicht am Ziel», warnt die Epidemiologin Emma Hodcroft. «Wir müssen ihn noch in genügender Menge herstellen und verteilen. In den letzten Monaten haben wir gesehen: Das ist keine kleine Herausforderung.»

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«Wir müssen den Impfstoff auch in genügender Menge herstellen und verteilen.»
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Puls, 19.04.2021, 21:05 Uhr

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Wildermuth  (MWILD)
    Also eine Studie aus Israel zeigt, dass bereits die südafrikanische Variante den Impfschutz durchbricht. Zudem kann man sich auch vollständig geimpft erneut mit dem Virus anstecken. Hört also bitte auf eine Impf-Zweiklassengesellschaft zu schaffen. Weitere Diskriminierungen sind für eine Geselschaft schädlich
  • Kommentar von Tanja von Borstel  (Tännchen)
    Meh go dräckele:)) Ich bin da noch skeptisch, warten wie sich das bei den geimpften weiterentwickelt...
    1. Antwort von Jaro Bels  (Gotod)
      Ja man darf ein Skeptiker werden, aber nicht dann gegen Lockdowns meckern bitte, da diese dann direkte Folge dieser Skepsis bedeuten. Man kann einfach nie alles haben.
    2. Antwort von Tanja von Borstel  (Tännchen)
      Habe ich gemeckert? Nein !!! Habe ich irgendetwas über lockdown geäussert? Nein!!! Dann lassen sie solche mutmassungen bitte!!!
    3. Antwort von Jaro Bels  (Gotod)
      Beruhigen Sie sich bitte, ich weiss, Sie sind zurzeit nur skeptisch und vertrauen Sie demzufolge den Fachleuten nicht ( oder nicht ganz). Eine Unterstützung der Bekämpfung der Misere sieht aber etwas anders aus. Das war die eigentliche Botschaft an alle Skeptiker wie Sie.
  • Kommentar von Markus Feierabend  (Quantenmechanik)
    Frau Bleuer- hier geht es um Volksgesundheit. Nicht um Marktbeeinflussung. Aber ja wir können auch bei den Amerikanern kaufen -wenn sie denn verkaufen wollen.
    Unabhängigkeit sieht anders aus!
    1. Antwort von Katharina Bleuer  (Blk)
      Ich bin absolut einverstanden. Aber wenn unsere rechts-bürgerlichen Privatisierungsturbos nun nach staatlicher Impfstoffproduktion rufen, macht mich das schmunzeln. Zuerst alles abbauen und sich dann verwundert die Augen reiben, dass es nicht mehr da ist...