Die skurrilsten Wissenschafts-Auszeichnungen der Welt brechen mit einer 35‑jährigen Tradition: Die Ig‑Nobelpreise finden erstmals nicht mehr in den USA statt, sondern in Europa. Die Verleihung ist nun am 3. September in Zürich.
Der Schritt erfolgt, weil internationale Gäste zunehmend Schwierigkeiten haben, US‑Visa zu erhalten – die Organisatoren sprechen sogar von einem «unsicheren» Umfeld unter den verschärften Einreiseregeln.
Die satirischen Preise ehren Forschung, die Menschen «zuerst zum Lachen und dann zum Nachdenken» bringt. Europas Premiere soll ein Signal für Offenheit und internationale Wissenschaft sein. Um den Event in Zürich auszurichten, haben die Uni Zürich, der ETH Rat, die EPFL und WSL eine Partnerschaft mit dem Ig-Nobel.
«Es ist cool, dass der Ig-Nobelpreis hierherkommt», sagt der Epidemiologe Milo Puhan von der Uni Zürich und Ig-Nobelpreisträger von 2017. Er zeigte damals, dass das Spielen des Didgeridoos die Muskeln der oberen Atemwege trainiert – und damit auch nächtliches Schnarchen reduziert.