Die Schweizer Lawinenforschung gehört weltweit zu den führenden. Bereits 1931 wurde in Davos das heutige WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF gegründet – als Reaktion auf verheerende Lawinenwinter und den wachsenden Bedarf an systematischem Wissen über Schnee, Wetter und alpine Risiken. Seither dokumentieren Forschende Schneedecken, Lawinenereignisse und Schutzmassnahmen, entwickeln Frühwarnsysteme und analysieren historische Bildbestände.
Die Entwicklung des Schweizer Lawinenschutzes
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Bild 1 von 14. Vor 1900. Steinmauern im Anrissgebiet am Schafberg oberhalb von Pontresina. Die Mehrzahl der Mauern wurde vor 1900 erstellt. Wegen der gedrungenen Bauweise ist ihre Wirkung beschränkt. Heute stellt man sich die Frage, ob ein Rückbau und Ersatz mit modernen Stützwerken nicht nachhaltiger wäre als der teure Unterhalt dieser Steinmauern. Bildquelle: Stefan Margreth.
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Bild 2 von 14. 1917. Die schlimmste Katastrophe in der Geschichte der Rhätischen Bahn. Eine Lawine von der Drusatscha-Alp erfasste 1917 einen Dampfzug und riss neun Reisende und den Zugführer in den Tod. Bildquelle: Dokumentationsbibliothek Davos.
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Bild 3 von 14. 1929. Die Skizze zum Verhalten von Fichten und Lärchen gegen Schnee lässt vermuten, dass der Schutz durch Bäume schon früh erkannt wurde. Bildquelle: Eidgenössische Forschungsanstalt WSL, Bildarchiv, Ernst Eugster.
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Bild 4 von 14. 1931. Die Aufräumarbeiten nach einem Lawinenabgang auf die Lötschberg-Bergstrecke der Bern-Lötschberg-Simplon Bahn bei Mahnkinn (VS) 07.03.1931. Bildquelle: Ernst Eugster.
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Bild 5 von 14. 1935 . Die Anfänge der Lawinenforschung: Bau des ersten Labors aus Schnee entstand 1935 in Davos. Bildquelle: Archiv SLF.
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Bild 6 von 14. 1937. Die Rammsonde war eines der ersten Instrumente, das die Pioniere für Feldmessungen entwickelten. Hier kam sie auf der Diavolezza zum Einsatz. Bildquelle: Archiv SLF.
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Bild 7 von 14. 1940. Bau von Steinmauern im Anrissgebiet der Kistenlaui bei Kandersteg. Die einzelnen Steine wurden auf einem „Lattengeleise“ herangeschleift. Der Bau von Steinmauern erforderte harte manuelle Arbeit. Bildquelle: KAWA Bern.
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Bild 8 von 14. 1948. Rettungsarbeiten nach einem Lawinenunglück in Beckenried (NW) am 1. Februar 1948. Bei der Lawine kamen 7 Personen ums Leben. Jedes Unglück treibt die Forschung an, weitere Fortschritte zu machen. Bildquelle: Georges Tièche.
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Bild 9 von 14. 1951. Der Lawinenwinter 1951 als Ausgangspunkt der Schutzwaldforschung am Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF. Im Bild zu sehen Zerstörung im Dorf Vals durch eine Lawine 26.01.1951. Bildquelle: Eidgenössische Forschungsanstalt WSL, Bildarchiv.
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Bild 10 von 14. 1960. Lawinengefahrenkarte Wengen von 1960. Die Ausscheidung der Gefahrengebiete erfolgte gutachtlich vor allem auf der Grundlage von Lawinenbeobachtungen und einer Geländeanalyse. Rotes Gebiet bedeutet starke Gefährdung (Bauverbot). Im blauen Gebiet darf nur mit Gebäudeverstärkungen gebaut werden. Rote und blaue Zonen werden noch heute verwendet. Bildquelle: Archiv SLF.
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Bild 11 von 14. 1975. Im Jahr 1975 wurden am Stillberg im Davoser Dischmatal 92‘000 Bäume gepflanzt, um Möglichkeiten für den natürlichen Lawinenschutz durch Bäume an und oberhalb der Waldgrenze zu erforschen. Die Bäume werden heute noch intensiv untersucht, wenn auch zum Teil mit anderem Fokus als früher. (Foto: Walter Schönenberger, WSL). Bildquelle: Walter Schönenberger, WSL.
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Bild 12 von 14. Aktuell. Heute haben sich unter den Stützwerken Stahlschneebrücken (im Bild) und Schneenetze durchgesetzt. Bei Stahlschneebrücken wird die Schneedecke durch starre Rostbalken abgestützt. Die Stützwerke werden in langen, durchgehenden Reihen erstellt. Bildquelle: Stefan Margreth.
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Bild 13 von 14. Aktuell. Bei den Schneenetzen wird die Schneedecke durch flexible Drahtseilnetze abgestützt. Bildquelle: Stefan Margreth.
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Bild 14 von 14. 2026. Integraler Lawinenschutz: Noch heute sind die wichtigsten Lawinenschutzmassnahmen Warnung, Sperrung, Evakuation und die künstliche Auslösung von Lawinen. Die Online-Plattform White Risk des schweizerischen Lawinenwarndienst SLF zeigt die aktuelle Lage in verschiedenen Modellen und Karten. Bildquelle: white risk.
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