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Neue Höhlenfunde aus Spanien Nicht nur Ötzi war im Hochgebirge unterwegs

Kinderknochen und Malachit – Höhlenfund auf über 2000 Metern zeigt: Steinzeitmenschen besuchten gezielt das Hochgebirge.

In den Pyrenäen haben Forschende erstmals eine prähistorische besiedelte Höhle auf über 2000 Meter Höhe entdeckt. Die Höhle im Freser-Tal war zwar kein ständiger Wohnsitz. Doch suchten die Menschen sie damals im Rahmen gut ausgestatteter Expeditionen immer wieder auf.

Eine steinige Berglandschaft mit einem Höhleneingang rechts.
Legende: Von aussen unauffällig: die Höhle im Freser-Hochtal mit ihren prähistorischen Schätzen. Rechts ist der Eingang zu sehen. Tornero et al.

Dies widerlegt die bisherige Annahme, prähistorische Menschen hätten sich – wie vor 5300 Jahren wohl Ötzi in den Alpen – eher kurzzeitig oder unfreiwillig im Hochgebirge aufgehalten.

Die kürzlich entdeckte Höhle war voller Feuerstellen aus der Zeit vor 3000 bis 5500 Jahren. Darin lagen grüne Mineralstücke, die Teil eines grossen Bergbaulagers sein könnten, wo einst Malachit verarbeitet wurde. Aus Malachit lässt sich Kupfer gewinnen, wenn man es zerkleinert und verbrennt – wie am Fundort offensichtlich geschehen.

Grünliche Mineral-Fragmente oben, Schmuckanhänger aus Meeresmuscheln und einem Bärenzahn unten.
Legende: Die Ausgrabungen in den Jahren 2021 bis 2023 förderten in der Höhle grünliche Mineral-Fragmente zutage, wahrscheinlich Malachit, aus dem Kupfer gewonnen wurde. Unten Schmuckanhänger aus Meeresmuscheln und einem Bärenzahn. Tornero et al./Maria D. Guillén/IPHES-CERCA

In der Höhle fanden sich zudem auch ein Milchzahn und Fingerknochen eines etwa 11-jährigen Kindes – vielleicht ein Hinweis auf Bestattungen tiefer in der Höhle. Ob dem so ist und ob die grünen Minerale mit letzter Gewissheit Malachit sind, wird weiter erforscht.

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