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Legende: Smartphones aktiviere andere Hirnbereiche als Handys ohne Touchscreen. imago
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Das Handy verändert unser Hirn

Eine Schweizer Studie zeigt: Der Gebrauch von Smartphones sorgt bei den Benutzern nicht nur für gesteigerte Fingerfertigkeit – er hinterlässt auch messbare Spuren im Gehirn.

«Smartphone-Nacken», «Maus-Arm», «Handy-Akne», «SMS-Daumen» – Die Errungenschaften der modernen Technik und deren übermässiger Gebrauch bescheren uns allerlei neue Wehwehchen und Leiden. Und wie nun Forscher der Universitäten Zürich und Freiburg berichten, hat die Smartphone-Nutzung auch messbare Auswirkungen auf unser Gehirn.

So sorgt das regelmässige Tippen, Streichen und Wischen nicht nur für flinke Daumen und Finger, sondern auch für Veränderungen im sensomotorischen Cortex, dem Gefühlszentrum, wo alle Körperbereiche von der Zehe bis zum Kiefer und der Zunge festgelegte Verarbeitungsareale besitzen.

Audio
Das Smarthphone verändert unser Gehirn – 09.01.2015
03:49 min, aus Audio SRF 1 vom 09.01.2015.
abspielen. Laufzeit 03:49 Minuten.

Bei den Messungen an Probanden zeigte sich, dass das Ausmass der Hirntätigkeit von der Häufigkeit des Smartphone-Gebrauchs abhängig war: Je mehr das Smartphone in den vergangenen zehn Tagen benutzt worden war, desto grösser war das Signal im Gehirn. Im Gegensatz zum Beispiel zu Geigenspielern spielt es bei Smartphone-Nutzern keine Rolle, wie lange sie ihr Gerät schon besitzen und benutzen. Bei Geigenspielern hingegen war die Aktivität im Gehirn abhängig vom Alter, in dem sie zu spielen begannen.

Ebenfalls bemerkenswert: Bei der Smartphone-Nutzung werden andere Bereiche im Cortex aktiviert als bei der von «dummen» Handys ohne Touchscreen.

Das Fazit der Neurowissenschaftler: «Die digitale Technik, die wir im Alltag nutzen, formt die Sinnesverarbeitung in unserem Gehirn und zwar in einem Ausmass, das uns überrascht hat.» Ob und wie sich dieses tägliche «Hirntraining» im Alter auf die geistige Fitness der «Generation Smartphone» auswirkt, dazu machen die Forscher keine Aussage.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von robert told , bern
    Ieider hat ein smartphone keinen klangkörper und stimmen kann ich es nicht. Deshalb hinkt der vergleich!
  • Kommentar von p.keller , kirchberg
    Die sagen in jedem Satz dann dauernd 'OK'.
  • Kommentar von Gerhard Mersmann , 3045 Meikirch
    (Teil 2) Brutal ausgedrückt, aber (heute noch) nur als Möglichkeit formuliert: Es könnte sein, dass die Funktionen des menschlichen Gehirns durch die stetige Verwendung von Computertechnologie den Funktionen des Computers immer ähnlicher werden. Und die Konsequenz darauf? - Wäre es so, dann würde so ein Mensch bzw. sein Gehirn nach und nach zu einer Denkmaschine.