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Der Muskel krampft: Was tun?
Aus Ratgeber vom 14.10.2013.
abspielen. Laufzeit 23:43 Minuten.
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Erste Hilfe bei Muskelkrämpfen

Der plötzliche Muskelkrampf ist meist eine Reaktion des Muskels auf fehlerhafte Informationen der Nerven – und kann wirklich weh tun.

Sind Nerven nicht genügend mit Mineralstoffen versorgt, geben sie undeutliche Impulse weiter, die vom Muskel falsch interpretiert werden. Zack! Die Wade krampft.

Krampfen kann theoretisch jeder Muskel. Am häufigsten treten Krämpfe jedoch in der Skelettmuskulatur auf, vor allem in den Waden- und Fussmuskeln. Diese sind am meisten beansprucht, sei es im Sport oder im Alltag.

Gründe für die Muskelkrämpfe sind unterschiedlich: Mangel an Mineralstoffen wie Magnesium oder Kalzium, Mangel an Flüssigkeit, etwa durch Schwitzen oder Alkoholkonsum, Überbeanspruchung der Muskulatur, Durchblutungsstörungen, beispielsweise durch Fehlhaltungen und Fehlstellungen oder durch eine starke Abkühlung, Auswirkungen von Medikamenten oder bestehende Krankheiten.

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Sport bei Hitze
Aus Puls vom 23.06.2014.
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Schwüle Hitze begünstigt Krämpfe

An der WM 2014 wurden besonders während Verlängerungen auffällig viele Spieler von Wadenkrämpfen geplagt. Das lag vor allem am schwül-heissen Klima vieler Austragsungsorte, das bei den Sportlern zu einer erhöhten Schweissproduktion führte. Bis zu drei Liter Flüssigkeitsverlust pro Stunde sind selbst für einen durchtrainierten Organismus eine erhebliche Belastung, zumal eine hohe Luftfeuchtigkeit die kühlende Wirkung des Schweisses erheblich beeinträchtigt: Bei einer Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent und 32 Grad Temperatur liegt die gefühlte Temperatur bei 45 Grad – Hitzekrämpfe und Erschöpfung sind beim Sport dann sehr wahrscheinlich, die Gefahr eines Hitzschlag ist hoch.

Was tun bei einem Muskelkrampf?

Aufstehen und gehen (bei Waden- und Fusskrämpfen), dehnen, massieren, Wechselbäder, Wärme.

  • Dehnen bedeutet den verkürzten Muskel in die Länge ziehen, also in die Gegenrichtung. Laut einer Studie mindert Dehnen vor dem Schlafen das Risiko für einen Wadenkrampf in der Nacht.
  • Genügend trinken, Alkoholkonsum einschränken.
  • Ausgewogen essen: Die ausgewogene Ernährung mit Kohlenhydraten, Fett, Eiweiss und Gemüse liefert theoretisch alle Nährstoffe, die der Körper braucht. Frisches Gemüse und Früchte enthalten viele Mineralstoffe, deren Mangel zu einem Krampf führen können.
  • Bei sportlichen Aktivitäten: Regelmässig trinken (vor allem bei starkem Schwitzen), allenfalls Mineralstoffzusätze einnehmen
  • Ist eine Fehlstellung/-haltung der Grund für einen Krampf, muss man diese Fehlstellung korrigieren.
  • Sind Medikamente oder Krankheiten Grund für Krämpfe, ist der Verdacht dem behandelnden Arzt zu melden.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Huber Erich , Waltenschwil
    Was Herr Remo Meyer, Bern gerade gemacht hat ist Werbung für Scientology. Da wir keiner Glaubensgruppe angehören und keiner Sekte beigetreten sind frage ich mich was das soll!
  • Kommentar von Erich Huber , Waltenschwil
    Die Sportler sollten wirklich einmal die Ernährung überdenken. Nahrungsergänzung im Sport ist unerlässlich. Bei Krämpfen hilft Magnesium nur bedingt, dass eine Nachhaltigkeit erzielt werden kann, sind die Gegenspieler Calcium, Kalium, Vitamin D + A und Selen unerlässlich. Durch eine Stoffwechselanalyse mit Bio-Impedanzmessung wird dies auf einfache Art & Weise aufgezeigt, wie man das Problem lösen kann.
    1. Antwort von Remo Meyer , Bern
      Ach was, gesunde Ernährung ist das wesentliche. Bio-Impedanzmessung ist vielleicht interessant für Scientology, hat aber nichts mit wissenschaftlicher Erkenntnis zu tun. Also bitte keine Werbung hier für den Unsinn!
  • Kommentar von phil waymiller , 3097 liebefeld
    Daran ist die Fifa schuld.