Zum Inhalt springen

Header

Legende: Alle Jahre wieder: Die Wecker werden in der Nacht auf Sonntag vorgestellt – die Sommerzeit «stiehlt» uns eine Stunde. imago
Inhalt

Müde in die Sommerzeit

Bald ist wieder Sommerzeit. Die Uhr wird nur um eine Stunde vorgestellt. Doch diese eine Stunde spüren viele.

Wetter hin oder her – ab Sonntag gilt wieder Sommerzeit. Das heisst: Es bleibt abends länger hell und das lässt genug Zeit, um auch nach der Arbeit noch ein wenig Abendsonne zu tanken.

Viele brauchen jedoch ihre Zeit, bis sie sich umgewöhnt haben, und reagieren mit einem Mini-Jetlag. Besonders Kleinkinder, Frauen und Menschen im mittleren Alter spüren den Wechsel. Kinder können sogar bis zu vier Wochen brauchen, bis sie wieder im richtigen Rhythmus sind.

Audio
Eselsbrücken zur Zeitumstellung
03:24 min, aus Ratgeber vom 25.03.2016.
abspielen. Laufzeit 03:24 Minuten.

Von Schichtarbeitern kennt man die gesundheitlichen Effekte eines durcheinandergewirbelten Schlaf-Wach-Rhythmus. Sie sind sogar statistisch messbar. So nimmt die Zahl der Herzinfarkte bei Zeitumstellungen zu – so lange, bis sich die innere Uhr wieder eingespielt hat.

Besonders heikel ist der Montag: Statistisch gesehen ist die Zahl der Infarkte an diesem Tag höher als an anderen Tagen. Am Montag nach der Umstellung auf die Sommerzeit steigt die Zahl laut US-Studien sogar um bis zu 25 Prozent.

Riskanter Mini-Jetlag

«Der Grund dafür liegt vielleicht an einer Kombination mehrerer Faktoren», sagt Amneet Sandhu, University of Colorado in Denver, der die Herzinfarkt-Zahlen verglich. «Verantwortlich könnte der Stress zu Wochenbeginn sein, aber auch Veränderungen im Tag-Nacht-Zyklus.»

Das Montags-Risiko verdichte sich am Tag nach der Zeitumstellung durch die eine fehlende Stunde des Tages. Bei der Zeitumstellung auf die Winterzeit ist dagegen keine Veränderung messbar.

Immerhin entspricht die eine Stunde einem Ortwechsel beispielsweise nach Südafrika – mit einem kleinen Unterschied: Durch die Zeitumstellung verschiebt sich die Uhrzeit, nicht aber die Lichtverhältnisse. Die aber sind für unseren Biorhythmus massgeblich.

Tricks für den Übergang

Box aufklappen Box zuklappen
  • Raus an die Sonne: Weil das Licht den Schlaf-Wach-Rhythmus bestimmt, hilft man dem Körper, indem man sich möglichst viel an der frischen Luft bewegt und Licht tankt. Der Körper bekommt so schneller wieder das Gespür dazu, wann Aufwach- und wann Müdigkeitsphasen angezeigt sind.
  • Wie auch beim Jetlag gilt: Am schnellsten gelingt die Anpassung, wenn man sich zwingt, sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Das heisst: Ein Mittagsschlaf kann in den Tagen nach der Umstellung eher kontraproduktiv sein.
  • Wer Vorhänge oder Jalousien der Schlafzimmerfenster über Nacht offen lässt, wird eher vom Tageslicht geweckt. So ist die eine fehlende Stunde am Morgen leichter zu verschmerzen.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

9 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Walo Schmuckli  (Walo Schmuckli)
    Ich finde die sommerzeit super....Abends länger hell....Man kann noch was bei Tageslicht unternehmen. Schaffen wir doch besser die Winterzeit ab. ;-)
  • Kommentar von E.Wagner , Zug
    Länger – kürzer kommt darauf an. Abends eine Stunde länger hell dafür morgens eine Stunde länger dunkel!War ja mal angeblich zum “Energie sparen” gedacht. Im Zeitalter der von der EU-aufgezwungenen Energiesparleuchtkörpern achtet mal beim Einkauf darauf: die meisten haben Energieeffizienz E dürfte das längst überholt sein.Im Übrigen haben wir an lauschigen Sommerabenden eh keine elektr. Leuchten sondern Anti-Mücken-Citronella-Kerzen an :D
  • Kommentar von angela Keller , sirnach
    Die Sommerzeit bringt keine Energieeinsparung und die Wirtschaft hat keine nennenswerten Kosten durch die Zeitumstellung. Viele Menschen würden lieber die Normalzeit behalten. Keiner braucht die Zeitumstellung, keiner will sie - aber weil sie da ist, ist sie da. Die Zeitumstellung und ihre Auswirkungen - für mehr Menschen ein Problem als bisher angenommen