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Legende: Ein Fussbad im Freien ist bei hohen Temperaturen eine echte Wohltat. Colourbox
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Schweren Beinen Erleichterung verschaffen

Sommer, Hitze und geschwollene Beine: Ursache der Beschwerden sind durch die hohen Temperaturen erweiterte Beinvenen, die Schwerstarbeit verrichten müssen – schliesslich transportieren sie pro Tag etwa 7000 Liter Blut gegen die Schwerkraft Richtung Herz.

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Schwere Sommerbeine
03:37 min, aus Ratgeber vom 24.07.2014.
abspielen. Laufzeit 03:37 Minuten.

Steigen die Temperaturen an, erweitern sich die Gefässe. Am deutlichsten wird das durch die gerötete Gesichtshaut, durch deren erweiterte Gefässe an heissen Tagen deutlich mehr Blut strömt. Was zur Senkung der Körpertemperatur durchaus sinnvoll ist, kann die Beinklappen überfordern: Durch die Gefässerweiterung arbeiten sie unter Umständen nicht mehr richtig und das Blut beginnt, sich in den Beinen zu stauen.

Schwere Beine kann es im Sommer aber auch geben, weil der Körper bei hohen Temperaturen viel Flüssigkeit verliert. Das Resultat: Der Blutstrom wird langsamer.

Wer schwere Beine hat, sollte besonders auf langen Reisen mit dem Auto und mit dem Flieger ein paar Punkte beachten, empfiehlt der Venenspezialist Hans-Wilhelm Klötgen vom Berner Inselspital: Allem voran rät er, sich die Drei-S-Eselsbrücke «Stehen und Sitzen ist schlecht» zu merken. «Liegen und Laufen ist hingegen gut», sagt der Arzt.

Weitere Tipps

  • Beingymnastik: während dem Sitzen mit den Zehen oder mit den ganzen Füssen wippen (Ballettspitze machen, dann wieder «Bügeleisen», beide Positionen abwechselnd ein paar Sekunden halten).
  • Keine enge Kleidung tragen, besonders in der Leistengegend. Auch Slip und Shirt sollten nicht zu eng sein.
  • Beine nicht übereinander schlagen.
  • Immer wieder aufstehen und ein paar Schritte gehen.
  • Allenfalls Kompressionsstrümpfe für die Reise tragen.
  • Kalte und warme Duschen im Wechsel von den Knöcheln nach oben Richtung Herz.
  • Keine hohen Absätze tragen.
  • Wann immer möglich die Beine hochlagern.
  • Zwei leere Pet-Flaschen am Fussende des Bettes unter die Matratze schieben, so dass die Beine nachts besser entspannen können (das Herz sollte tiefer als die Beine liegen).
  • Bewegen, bewegen, bewegen (Treppensteigen, Spazieren, Wandern, Velofahren etc.)

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Janine Dörffler-Melly , Zürich
    Sie bezeichnen Dr Klötgen als Venerologen. Ein Venerologe ist ein Fachspezialist für Geschlechtskrankheiten. Ein Spezialist für Venen ist ein Phlebologe. Ein Dermatologe ist ein Spezialist für Haut- und Geschlechtskrankheiten. Er kann zudem eine Ausbildung zum Phlebologen absolviert haben. Ich wollte diese Begriffe hier klären, da sie oft verwechselt werden. Freundliche Grüsse Dr.med. et phil. Janine Dörffler-Melly FMH für Angiologie und Innere Medizin 8038 Zürich
    1. Antwort von SRF Gesundheit (SRF)
      Besten Dank für den Hinweis – da sind uns tatsächlich die Begriffe durcheinandergeraten. Die Bezeichnung ist korrigiert.