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Beruhigender Gesang bei Demenz
Aus Musikwelle Magazin vom 13.01.2014.
abspielen. Laufzeit 06:58 Minuten.
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Singen ist Balsam für Demente

Mit Musik oder Gesang lässt sich Demenz nicht heilen. Aber man kann die Folgen mildern. Menschen mit Demenz, die singen oder nur schon zuhören sind fröhlicher, ruhiger und schlafen besser, denn durch Lieder aus der Jugendzeit werden plötzlich schöne Erinnerungen wach.

Text und Melodie sind bekannt und Bewohner, die sonst nicht mehr viel sprechen, singen plötzlich ganze Strophen mit, wenn Susanne Thiel mit ihrer Gitarre zum Singen einlädt. Gerade unruhige oder weglaufgefährdete Bewohner werden durch die Musik ruhig. Die Pflegefachfrau bekommt auch Rückmeldungen von Angehörigen. So hat ihr der Sohn einer Bewohnerin berichtet, dass seine Mutter jetzt nicht mehr stumm sei, sondern zufrieden vor sich hin summt.

Die diplomierte Pflegefachfrau Susanne Thiel singt auf der Demenzstation der Pflegeresidenz Bethesda in Küsnacht/Zürich regelmässig vor dem Abendessen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Im Rahmen eines Forschungsprojekts an der Berner Fachhochschule hat sie herausgefunden, dass demente Menschen besonders gerne Volkslieder singen, die sie schon aus ihrer Kindheit kennen.

«Musikwelle Magazin» hat vor Ort vorbeigehört.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Stalder , Merligen
    Es tut gut, eine Bestätigung für den Sinn der Arbeit zu erhalten. Angeregt durch die Besuche bei meiner demenzkranken Mutter, bin ich regelmässig in Pflegeheimen und singe mit den Menschen Lieder aus früheren Zeiten. Kürzlich hat mir eine Pflegefachfrau gesagt, dass sie heute Frau XY zum ersten Mal sprechen hörte. Und sie ist doch schon zwei Jahre in der Pflegeabteilung. Infos zu meiner Arbeit finden sie auf www.hansstalder.ch
  • Kommentar von Lisbeth Hofer-Moser , Schwerzenbach
    Super Beitrag ! Es ist schade, dass von Dementen gesproche wird, was einer Stigmatisierung gleichkommt. Das sind Menschen, die an¨einer Krankheit leiden, also Menschen mit Demenz.
    1. Antwort von M. Bolder , Muhen
      Vielen Dank für den guten Gedankenanstoss. Das scheint mir ein sehr wichtiger Aspekt zu sein.
    2. Antwort von Christiane Huber , Marl
      Oder dementiell veränderte Menschen. Habe ich in meiner Weiterbildung geronotopsychiatrische Fachkraft gelernt :)