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Langlebiger als angenommen Der T-Rex benötigte wohl Jahrzehnte, um gross zu werden

Eine neue Analyse legt nahe, dass der Dinosaurier erstaunlich langsam wuchs. Das stellt bisherige Annahmen infrage.

Vier Meter hoch, acht Tonnen schwer: Dass der Tyrannosaurus Rex Zeit brauchte, um diese Dimensionen zu erreichen, überrascht kaum. Gemäss einer neuen Analyse soll er dafür aber deutlich länger gebraucht haben als bislang angenommen. Erst mit 40 Jahren soll er ausgewachsen gewesen sein – ein Alter, in dem man ihn nach bisherigem Kenntnisstand bereits für tot gehalten hätte.

Forschende zeichnen eine neue Lebenslinie

Ein Team um die Paläontologin Holly Woodward untersuchte zwölf Knochenfossilien auf Wachstumsspuren – ähnlich den Jahresringen von Bäumen. In der für Dinosaurier-Verhältnisse relativ grossen Stichprobe zählte es unerwartet viele Spuren.

Die Tücken der Untersuchung

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Ein Dinosaurierskelett mit blauem Rahmen.
Legende: Für die Studie wurde unter anderem das linke Schienbein (blau eingerahmt) eines öffentlich zugänglichen digitalen Skeletts aus der Smithsonian 3D-Digitalisierung genutzt. PeerJ

Nur die Ringe zu zählen, greift bei Knochenfossilien zu kurz. Denn anders als bei Bäumen liefern die Querschnitte von Knochen ein unvollständiges Bild: Im Laufe der Jahre werden die innersten, ältesten Schichten der Knochen abgebaut. Und damit verschwinden auch die Spuren darin.

Um das Alter eines Tieres einzuschätzen, reicht es also nicht, die Ringe zu zählen. Die Muster müssen interpretiert werden. Welches Alter das Tier tatsächlich erreicht hat, bleibt eine Abschätzung.

Das Forschungsteam kommt also zum Fazit, dass der T-Rex noch bis in seine 40er wuchs. Das konkurriert mit der bisherigen Annahme, dass er bereits mit 25 ausgewachsen und mit 30 am Lebensende gewesen sei.

Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen. Wie häufig sich unser Bild vom T-Rex ändert, zeigt, wie komplex paläontologische Untersuchungen sind. Und so wird sich das Bild auch künftig wandeln.

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