Solche Wirbeltiere liegen an der Spitze der Nahrungskette und galten lange als die Top-Prädatoren ihres Zeitalters. Forschende in Japan zeigen nun, dass auch wirbellose Meerestiere wie Oktopusse wichtige Jäger waren.
Bis jetzt war das unklar, denn von diesen beeindruckenden Organismen bleibt als Fossilien wenig übrig. Weichtiere wie Oktopusse haben nur ein hartes Element in ihrem Körper: den sogenannten Hornschnabel, der wie ein Kiefer funktioniert. Das Forschungsteam um Shin Ikegami hat sich Fossilien dieses Organs genauer angeschaut. So konnten sie die Körpergrösse der Riesenkraken abschätzen: Sie errechneten Längen von bis zu 19 Metern.
Ikegami und sein Team analysierten auch die Spuren und die Abnutzung am Hornschnabel und kamen zum Schluss: die weichen Riesen waren einst gewaltige Jäger. Sie konnten ohne Mühe Knochen und harte Muschelschalen zerdrücken. Dabei nutzten sie wohl ihre acht flexiblen Arme, um die Beute festzuhalten. Solches Verhalten erinnert nicht nur an mythische Seeungeheuer, sondern zeugt auch von fortgeschrittener Intelligenz.