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Zwischen Politik und Wissenschaft kommt es auch auf anderen Gebieten zu Reibungen.
Keystone
abspielen. Laufzeit 53:34 Minuten.
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Redeverbot für die Wissenschaft?

Der Beschluss der nationalrätlichen Kommission, dass die Öffentlichkeit über Corona-Massnahmen ausschliesslich durch den Bundesrat und das Parlament informiert werden soll, hat hohe Wellen geworfen. Und wirft eine ganz grundsätzliche Frage auf: Welche Stimme hat die Wissenschaft?

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Es ist nicht das erste Mal, dass es zu Reibungen zwischen der Wissenschaft und der Politik kommt. Bestes Beispiel ist die Klimadebatte. Auch hier geraten sich Politik und Wissenschaft öfters in die Haare.

Soll die Wissenschaft ausschliesslich Fakten liefern und sich dann zurückziehen? Oder muss sie die Erkenntnisse auch einordnen und interpretieren mit dem Risiko, dass diese nicht mehr wertfrei wahrgenommen werden? 

Gäste in der Sendung:


• Jean-Pierre Gallati: Gesundheitsdirektor Kanton Aargau (SVP). Er sagt: «Den Takt gibt das Virus vor. Der Bundesrat entscheidet. Die Wissenschaft hat ganz grundsätzlich eine dienende Funktion.»

• Marcel Salathé: Epidemiologe ETH Lausanne und ehemaliges Mitglied Taskforce. Er sagt: «Wissenschaft ist der ständige Versuch die Realität so gut wie möglich zu beschreiben. Das Problem beginnt bei der schwierigen Frage welche Entscheide wir alle mit diesem Wissen treffen.»

• Thomas Häusler, Wissenschaftsredaktor SRF und Biochemiker