Er beginnt seinen Alltag neu auszurichten. Nicht mit grossen Plänen, sondern mit einfachen Dingen. Ein Stift, ein Tagebuch, sich hinsetzen und ungefiltert aufschreiben, was gerade da ist. Gedanken abladen, ohne Publikum. Dazu kommen Familie, Freunde, Bewegung. Entscheidend sei nie das Werkzeug gewesen, sagt er heute, sondern die Frage dahinter: Was kann mir jetzt helfen? Auch der Sport wurde zu einem wichtigen Anker. Das Triathlon Training half ihm, Struktur und Vertrauen in den eigenen Körper zurückzugewinnen. Heute teilt er seine Erfahrungen als Keynote-Speaker und spricht weltweit mit Menschen, die eine Krebserkrankung überlebt haben.
Im Gespräch mit Sandra Schiess erzählt Martin Inderbitzin, warum kleine Bewegungen oft mehr verändern als grosse Vorsätze und was er gelernt hat, seit Sicherheiten keine Selbstverständlichkeit mehr sind.