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01.01.2026, 13:00 Uhr Was trägt, wenn nichts mehr selbstverständlich ist?

Der Neurowissenschaftler Martin Inderbitzin weiss, wie schnell ein Leben kippen kann. Mit 32 Jahren erhält er die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs, kurz nach dem Abschluss seines Doktorats in Barcelona.

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«Ich habe damals gemerkt, dass ich mein Leben nicht über Statistiken verstehen kann. Mein Körper ist keine Zahl» sagt der Neurowissenschaftler Martin Inderbitzin, bei dem vor über zehn Jahren Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert wurde.

Er beginnt seinen Alltag neu auszurichten. Nicht mit grossen Plänen, sondern mit einfachen Dingen. Ein Stift, ein Tagebuch, sich hinsetzen und ungefiltert aufschreiben, was gerade da ist. Gedanken abladen, ohne Publikum. Dazu kommen Familie, Freunde, Bewegung. Entscheidend sei nie das Werkzeug gewesen, sagt er heute, sondern die Frage dahinter: Was kann mir jetzt helfen? Auch der Sport wurde zu einem wichtigen Anker. Das Triathlon Training half ihm, Struktur und Vertrauen in den eigenen Körper zurückzugewinnen. Heute teilt er seine Erfahrungen als Keynote-Speaker und spricht weltweit mit Menschen, die eine Krebserkrankung überlebt haben.

Im Gespräch mit Sandra Schiess erzählt Martin Inderbitzin, warum kleine Bewegungen oft mehr verändern als grosse Vorsätze und was er gelernt hat, seit Sicherheiten keine Selbstverständlichkeit mehr sind.

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