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02.01.2026, 13:00 Uhr Zeit ist relativ

Die Schweizer Ärztin Jessica Studer verbrachte ein Jahr in der Simulation einer Marsmission in der Antarktis. Bei Minus 80 Grad, in völliger Dunkelheit und totaler Isolation, geht es an die Limite der Leistungsfähigkeit.

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«Die Masken fallen, wenn man so lange in einer Extremsituation lebt», erzählt Jessica Studer über die Erfahrung auf der Forschungsstation «Concordia».

Sie war Teil einer Crew, die während zwölf Monaten unter Extrembedingungen für die Europäische Weltraumagentur (ESA) forschte. Beispielweise daran, wie Kognitive Fähigkeiten sich über den Zeitraum verändern. «Struktur wird wichtig, Routine gefährlich, emotionale Reaktionen verstärken sich.» stellt Jessica Studer fest. Persönliche Krisen, Erschöpfung durch Schlafmangel aber auch wunderschöne Momente habe sie in dem Jahr erlebt - beim Betrachten der Milchstrasse oder den ersten Sonnenstrahlen nach Monaten der Finsternis.

Im Gespräch mit Elena Bernasconi erzählt Jessica Studer von abgefrorenen Fingerbeeren für die Forschung, heimlichen Rückzugsorten und wie sich in der Einsamkeit und Dunkelheit allmählich Wahrnehmung und Zeitgefühl verändern.

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