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Nicht nur in Syrien und dem Irak, auch in Europa und den USA ist das selbsternannte Kalifat tätig.
Keystone
abspielen. Laufzeit 56:21 Minuten.
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Die «dritte Generation» von Jihadisten und ihre Strategie

Wieder hat es Frankreich getroffen. 84 Tote sind nach dem Anschlag vom 14. Juli in Nizza zu beklagen, viele Verletzte schweben noch in Lebensgefahr.Die Ermittlung zum Motiv des Attentäters laufen.

Kontext befragt den Islamismus-Kenner Gilles Kepel zur Europa-Strategie des IS: Seit wann werden Ziele in westlichen Ländern angegriffen und warum? Kontext berichtet ausserdem in zwei Reportagen über Tunesien. Tunesien ist das Land, das weltweit am meisten junge Männer in den Jihad nach Syrien schickt. Und aus Tunesien stammt der Täter von Nizza: Mohamed Lahouaiej Bouhlel. Zu Gast im Studio ist SRF-Maghreb Experte Beat Stauffer.

Einzelne Beiträge

Kontext
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Ein islamistischer Ideologe und seine gewalttätigen Jünger Box aufklappen Box zuklappen
14:08 min, Beat Stauffer
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Europa ist durch jihadistische Angriffe in seinem Kern erschüttert. Doch bereits vor etwas mehr als zehn Jahren hat ein islamistischer Ideologe, Abu Mussab al-Suri, explizit dazu aufgerufen, Sportstadien und Vergnügungslokale anzugreifen.

Der französische Islamismusforscher Gilles Kepel hat diese «Texte des Terrors» im Jahr 2005 publiziert. Er ist überzeugt, dass darin die neue Strategie der «dritten Generation von Jihadisten» in den Grundzügen enthalten ist.

Im Gespräch mit KONTEXT analysiert Kepel das beunruhigende Phänomen des jihadistischen Salafismus.

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Junge Jihadisten und ihre verzweifelten Familien Box aufklappen Box zuklappen
10:35 min, Beat Stauffer
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Der Vater eines jungen tunesischen Jihadisten kann bis heute nicht verstehen, weshalb sein Sohn nach der Matura nach Syrien gezogen ist. Er ist untröstlich – und hofft, dass die Jihad-Anwerber eines Tages zur Rechenschaft gezogen werden.

Mohamed Ben Rejeb, Ingenieur anfangs Dreissig, ist beinahe tagtäglich mit derartigen Geschichten konfrontiert. Er ist Gründer und Präsident der einzigen Organisation im gesamten Maghreb, die sich für die Rückkehr von Jihad-Kämpfern und für die Unterstützung von ihren Familien einsetzt. Sie nennt sich RATTA – «Rescue Association of Tunisians Trapped Abroad».

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Eine islamistische Partei auf dem Pfad der Demokratie Box aufklappen Box zuklappen
11:05 min, Beat Stauffer
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Noch in den 90-er Jahren lehnten Islamisten Demokratie als Importprodukt des Westens ab. Heute will die tunesische Partei Ennahda zur islamisch-demokratischen Partei werden. Auf einem Parteitag hat sie kürzlich einen entsprechenden Entscheid getroffen und sich als Partei neu organisiert.

Ennahda-Chef Ghannouchi erklärte gar, seine Partei sei eine «Alternative zu IS und Kaida». Doch bei vielen säkular denkenden Tunesierinnen und Tunesiern stösst Ennahda mit seiner «Wandlung» bis jetzt auf grosse Skepsis. Sie halten die Neuausrichtung der Partei für eine blosse Taktik.