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Diese Jugend! Was die Forschung sagt und was Junge selbst finden

Wie ticken junge Erwachsene? Die Wissenschaft will das wissen – und die Wirtschaft auch. Alle wollen ihnen in die Köpfe und in die Herzen schauen. Wir fragen einen Sozialforscher, der seit Jahren Jugendliche befragt, und wir lassen junge Leute selbst zu Wort kommen.

Junge Erwachsene: was haben sie für Werte und Einstellungen? Glaube-Liebe-Hoffnung: sind das Themen, die sie beschäftigen? Wie stellen sie sich die Familienplanung vor? Wollen sie überhaupt Kinder? Und was ist mit der Arbeitsteilung zwischen Job und Familie?

In Deutschland und der Schweiz gibt es verschiedene Erhebungen, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen regelmässig den Puls fühlen. Was sind die wichtigsten Befunde, was Einstellungen und Werte anbelangt? Und was bringen solche Erhebungen?

Zu Wort kommen der Sozialforscher Lukas Golder, Co-Leiter des GfS-Forschungsinstituts Bern und seit zehn Jahren Hauptverantwortlicher des alle zwei Jahre erscheinenden Jugendbarometers; ausserdem waren wir zu Besuch in einer Abschlussklasse von Informatik-Lehrlingen und sprachen mit einer angehenden Elektro-Installateurin.

Einzelne Beiträge

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Bürgerliche Familienvorstellungen halten sich hartnäckig Box aufklappen Box zuklappen
17:52 min, Susanne Schmugge
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Sozialforscher Lukas Golder verantwortet seit zehn Jahren das CS-Jugendbarometer. Er sagt: Junge Erwachsene seien oft wertkonservativ, wenn es um die Vorstellung von Familie und familiärer Arbeitsteilung geht.

Der Wunsch nach einem bürgerlichen Zuhause sei eine fast schon menschliche Konstante. Trotzdem seien junge Erwachsene heute offener als früher. Ausserdem: Jugend ohne Gott? Stimmt so nicht: die allermeisten glauben an eine höhere Macht.

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«Wenn meine Frau das will, mache ich halt den Hausmann» Box aufklappen Box zuklappen
05:56 min, Susanne Schmugge
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Informatiklehrlinge kurz vor dem Abschluss sind erstaunlich pragmatisch, wenn es um Familienplanung und Arbeitsteilung zwischen Job und Familie geht: es komme halt darauf an, wer mehr verdiene.

Typischerweise bevorzugen die meisten eine klassische Rollenteilung, trotzdem sind sie offen für andere Modelle: Probieren geht über Studieren!

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«Wenn ich mal Kinder habe, möchte ich vor allem Mami sein» Box aufklappen Box zuklappen
07:25 min, Susanne Schmugge
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Heidina Jordi – 20 Jahre alt, Elektroinstallateurin in Ausbildung, bestätigt, was auch die meisten Befragungen zeigen: die Mehrheit junger Frauen wollen beim Kind bleiben, sobald eins da ist; sie bevorzugen klar die klassische Rollenteilung: er sorgt fürs Einkommen, sie schaut zur Familie. Warum?