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Patriotismus ist in Russland unter Vladimir Putin Staatsräson.
Keystone
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Russland – der Krieg um die Seelen

Die Krim-Annexion und der Krieg in der Ostukraine zeigen es: Russland sieht sich wieder als Grossmacht. Eine Welle von Patriotismus schwappt über das Land, befeuert von Medien und Kulturschaffenden.

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Russland sieht sich von inneren und äusseren Feinden bedroht, die Aussenpolitik ist aggressiv geworden. Die Kultur bedient die Sehnsucht nach imperialer Grösse. Medien verbreiten glitzernden Unsinn oder Staatspropaganda.

Kontext trifft den britischen Fernsehproduzenten Peter Pomerantsev, der neun Jahre in Moskau gelebt und gearbeitet hat. Der Sohn sowjetischer Dissidenten hat seine Erfahrungen mit der russischen Medienwelt in einem Buch niedergeschrieben. «Nichts ist wahr und alles ist möglich» – so der Titel seines Buches. Es ist zugleich die treffende Analyse des gegenwärtigen Russland. Zudem analysiert der Schweizer Slawist Ulrich Schmid, wie sich die russischen Kulturschaffenden im System Putin verhalten, und wie weit sie für die Sache der Nation zu gehen bereit sind.

Buchhinweise:

Peter Pomerantsev: Nichts ist wahr und alles ist möglich. Abenteuer in Putins Russland.
Deutsche Verlags-Anstalt 2015. ISBN: 978-3-421-04699-4

Ulrich Schmid: Technologien der Seele. Vom Verfertigen der Wahrheit in der russischen Gegenwartskultur.
Suhrkamp 2015. ISBN: 978-3-518-12702-5

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