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Vom Haustier zur Massenware: Das Huhn im Kapitalozän

Das Huhn ist seit mehr als 8000 Jahren eine wichtige Proteinquelle für den Menschen. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde es zum Massenprodukt. Heute leben auf der Welt dreimal so viele Hühner wie Menschen. Das birgt ethische und ökologische Probleme. Wie geht man in der Schweiz damit um?

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Das Huhn beeinflusst seit tausenden von Jahren menschliche Kulturen rund um den Globus. Es hat sich vom scheuen Bankiva-Huhn in Südostasien zu einem der wichtigsten Nutztiere weltweit entwickelt. Ganze 23 Milliarden Hühner leben heute auf der Welt. Im Zuge dieser institutionalisierten Massenproduktion von Geflügel hat sich unser Verhältnis zum Huhn stark verändert. Einerseits haben wir immer noch ein romantisches Bild vom freilebenden, eierlegenden Huhn. Im krassen Gegensatz dazu steht die Realität: Das Huhn ist eines der meist gestressten Nutztiere.

Die Schweiz liegt in Sachen Tierwohl im internationalen Vergleich zwar vorne. Trotzdem gibt es auch hier noch viel Luft nach oben. Die Initianten der Massentierhaltungsinitiative etwa fordern eine Reduktion der maximalen Tierzahl pro Betrieb. Und auch die hochgezüchteten Hybridhühner in der Pouletmast, die am Ende ihres kurzen Lebens kaum mehr stehen können sind ihnen ein Dorn im Auge. Die Schweizer Geflügelbranche wiederum argumentiert, dass mit noch mehr Tierwohl die Importe aus dem Ausland steigen würden, genauso wie die Preise für den Konsumenten.

Kontext begibt sich auf die Spuren des Huhns und fragt: wie geht es den Hühnern in der Schweiz?

Passend zu diesem Thema: Kontext vom 16.04.2019 "Dem Schlachten ein Ende: Tierrechtsaktivismus im Fokus"

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