Elektronische Musik im Wandel der Zeit
Elektronische Musik ist heute allgegenwärtig – produziert mit Laptop, Apps und KI. Warum braucht es dennoch Institutionen, die dazu forschen und lehren? Rahel Giger spricht im Kulturplatz Talk mit Musikredaktorin Gabrielle Weber über die Rolle elektronischer Studios heute.
Moderation:
Rahel Giger
23.01.2026, 09:05
Um diesen Podcast zu abonnieren, benötigen Sie eine Podcast-kompatible Software oder App. Wenn Ihre App in der obigen Liste nicht aufgeführt ist, können Sie einfach die Feed-URL in Ihre Podcast-App oder Software kopieren.
Elektronische Musik hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Sie ist heute fester Bestandteil von Konzertsaal, Clubkultur, Film und Klangkunst. Was einst als experimentelle Klangforschung in spezialisierten Studios mit modularen Synthesizern, grossen Computern und Tonbandgeräten begann, kann heute auch mit Laptops und Apps realisiert werden. Musikschaffende nutzen elektronische Mittel, um neue Formen des Hörens, der Klanggestaltung und der räumlichen Wahrnehmung zu entwickeln.
Anlass für den Kulturplatz Talk sind zwei Jubiläen: Das Elektronische Studio Basel feiert sein 50-jähriges Bestehen, das Institute for Computer Music and Sound Technology (ICST) an der Zürcher Hochschule der Künste wird 20 Jahre alt. Beide Institutionen stehen exemplarisch für die Entwicklung elektroakustischer Musik in der Schweiz – von analogen Tonbandmaschinen bis zu heutigen digitalen Produktions- und Forschungsumgebungen.
Im Gespräch geht es um die Frage, weshalb es solche Institute auch im Zeitalter von Laptop, App und KI noch braucht: als Orte der Forschung, der Ausbildung und der künstlerischen Praxis. Diskutiert wird zudem, wie elektronische Musik heute eingesetzt wird, um Naturprozesse hörbar zu machen, Umweltphänomene zu reflektieren oder neue Perspektiven auf Klang, Raum und Technologie zu eröffnen.