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Salzburger Stier 2020: Die deutsche Preisträgerin Sarah Bosetti

Sarah Bosetti (Deutschland), Florian Scheuba (Österreich) und Renato Kaiser (Schweiz) sind die Sieger und die Siegerin des Salzburger Stier 2020.

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Sarah Bosetti sollte eigentlich am Samstag, 16. Mai zusammen mit den beiden anderen Preisträgern umjubelt auf der Bühne stehen und feierlich ihren Preis entgegennehmen. Doch aufgrund der Corona-Pandemie war das nun nicht möglich. Daher sass sie in einem Studio in Berlin, über eine Leitung zugeschaltet, sehr viel profaner als geplant. Trotzdem freute sie sich sehr: «Ich habe Blumen, ein Tetrapack mit Wasser, damit ich nichts über die Technik verschütten kann und einen Preis!» Den allerdings zunächst rein virtuell. Die Trophäe folgt dann auf dem Postweg.

Sarah Bosetti ist Feministin, obwohl sie sich wünscht, wir bräuchten keinen Feminismus mehr. Sie kommt maximal unaufgeregt daher und erntet trotzdem Hasskommentare. Sie postuliert «Kämpfen ist Kacke» – und geht dennoch keiner Diskussion aus dem Weg. Sarah Bosetti lebt mit diesen Widersprüchen und macht daraus Kunst – auf der Bühne, in den sozialen Medien und regelmässig im Radio.

Die 36-Jährige bringt in einem selbstkreierten Stilmix Lesung, Poetry-Slam, Comedy und politisches Kabarett zusammen. In der Radiogala der Stier-Preisträger liest sie im Studio einige ihrer aktuellen Kolumnen vor, darunter einen Brief an den Virologen Christian Drosten.

Moderation: Martin Zingsheim

Mehr Infos zur deutschen Gewinnerin Sarah Bosetti: www.salzburgerstier.org

Der Salzburger Stier 2020 zum Nachhören im «Spasspartout»:
Preisträger Schweiz: Renato Kaiser
Preisträger Österreich: Florian Scheuba
Bodo Wartke, «Geisterkonzert», Teil 1 und Teil 2
Zingsheim braucht Gesellschaft