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Yannick Nézet-Séguin © Hans van der Woerd
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Lucerne Festival: Sinfonische Klangmysterien

Die Kontraste der beiden Werke sind gross, die der Dirigent Yannick Nézet-Séguin bei seinem Auftritt in Luzern einander gegenüberstellt. Doch die Klangwelten berühren sich auch.

Gross, majestätisch und umfassend: So wirkt eine Bruckner-Sinfonie, und sicherlich der Fall ist das bei der Nummer Acht, die das Monumentale besonders zelebriert.

Ob Musik eine Bedeutung hat, ist eine komplexe Frage. In Zusammenhang mit seiner Achten sprach Bruckner selbst von seinem «Mysterium». Ein Mysterium, unter dem man sich leicht etwas Überirdisches, auch Tragisches oder Apokalyptisches vorstellen kann (dahin zielen weitere Äusserungen des Komponisten).

Und damit sind wir bei dem «kleinen» Stück Musik, das diesen Abend eröffnet: Denn Überirdisches und Tragisches kann man auch (wenn man denn will) in «Dun soir triste» finden, ein Orchesterstück, das die Französin Lili Boulanger 1918 komponiert hat. Es ist auch das Jahr, in dem die hochbegabte, aber chronisch an Krankheiten leidende Musikerin im Alter von nur 24 Jahren starb.

Lili Boulanger: D'un soir triste
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll WAB 108

Lucerne Festival Orchestra
Yannick Nézet-Séguin, Leitung

Konzert vom 19. August 2023, KKL Luzern

Das Konzert steht bis 60 Tage nach Sendetermin zum Nachhören zur Verfügung.

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