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«SRF Kids Reporter:in» Ready, Set, Hut! – kennst du Flag Football?

Am 8. Februar 2026 findet der Super Bowl statt, der grösste Anlass im American Football. Wusstest du, dass es mehrere Varianten von American Football gibt? Kinderreporter Liam (12) besucht das Training der Winterthur Warriors und gibt einen Einblick ins Flag Football.

American Football hat mehrere Varianten. Die bekannteste ist Tackle Football. Ein Tackle ist eine Spielaktion, bei der die Person mit dem Ball durch Körperkontakt gestoppt wird. Genau durch diesen Körperkontakt kommt es immer wieder zu Verletzungen, wie zum Beispiel Gehirnerschütterungen. Aus diesem Grund wird die weniger gefährliche Variante des American Footballs immer beliebter: Flag Football.

Tackle und Flag Football im Vergleich

Wie entstand Flag Football?

Flag Football gibt es schon seit den 1940er-Jahren. Damals waren viele amerikanische Soldaten im Zweiten Weltkrieg weit weg von Zuhause. In ihrer Freizeit wollten sie Football spielen, aber ohne sich dabei zu verletzen. Deshalb dachten sie sich eine sichere Variante aus: Flag Football. Nach dem Krieg brachten sie das Spiel zurück in die USA, wo es immer beliebter wurde.

Heute wird Flag Football weltweit von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gespielt. Das Beste daran ist: Es macht richtig Spass und ist viel sicherer als Tackle Football!

Einblicke ins Training der Winterthur Warriors

Wie spielt man Flag Football?

Flag Football ist wie Tackle Football, nur ohne Körperkontakt. Anstatt die Gegner:innen zu Boden zu bringen, zieht man ihnen eine Flag (Flagge) vom Gürtel. Diese Flags sehen aus wie Bändel. Wer eine Flag zieht, stoppt den Spielzug. Die Teams versuchen, den Ball in die Endzone zu bringen – das gibt einen Touchdown (6 Punkte). Gespielt wird meist mit fünf oder sieben Spielern pro Team auf einem kleineren Feld. Das Feld ist 70 Yards, also etwa 64 Meter lang.

Ein Flag Football Feld von oben fotografiert
Legende: Hier siehst du ein Flag Football Feld. Die blaue und die rote Zone sind die Endzonen. Die zwei dicken weissen Linien gleich am Rand markieren das Ende des Spielfelds. IMAGO / Kirby Lee

Im Football gibt es immer eine Offense (Angriff) und Defense (Verteidigung). Die Offense ist das Team, das den Ball hat. Sie versucht, den Ball nach vorne zu bringen und Punkte zu machen. Die Defense ist das Team ohne Ball. Sie versucht zu verhindern, dass die Offense Punkte macht. Wenn du mehr zu den Positionen erfahren willst, lies hier weiter:

Die wichtigsten Positionen

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  • Quarterback (Offense): Diese Person bekommt den Ball am Anfang und entscheidet: werfen? laufen? passen?
  • Receiver (Offense): Das sind die Fänger:innen. Sie rennen los und versuchen, den Pass vom Quarterback zu fangen.
  • Running Back (Offense): Das sind die Schnellstarter:innen. Diese Person bekommt den Ball und rennt damit nach vorne.
  • Center (Offense): Die Person, die den Ball zum Quarterback snappt. Ohne den Center beginnt kein Spielzug.
  • Defense (Verteidigung): Zu ihren Aufgaben gehört es, Flags zu ziehen, um den Spielzug zu stoppen, Pässe zu verhindern und am besten den Ball abzufangen (Interception).

Jeder Spielzug startet gleich: Der Ball wird vom Center zum Quarterback durch die Beine nach hinten gegeben. Das nennt man Snap. Der Snap wird vom Quarterback mit einem Spruch angekündigt: «Ready, Set, Hut!». Das bedeutet so viel wie «Auf die Plätze, fertig, los!».

Die Offense hat vier Chancen, den Ball ein Stück nach vorne zu bringen. Schaffen sie das nicht, bekommt das andere Team den Ball und die Rollen wechseln. Ein Flag Football Spiel dauert in der Regel 40 bis 50 Minuten und ist in zwei Halbzeiten von 20 bis 25 Minuten unterteilt.

Flag Football ist für alle, egal ob gross, klein, schnell oder langsam. Alle sind herzlich willkommen.
Autor: Philipp Gasser Coach, U11 und U13 Winterthur Warriors

Flag Football wird olympisch

Flag Football wird bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles zum ersten Mal dabei sein. Das bedeutet, dass Teams aus der ganzen Welt gegeneinander antreten können. Mehr dazu erklärt dir Lionel Mattmüller von SRF Sport:

Lionel von SRF Sport

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