Vielleicht hast du es mitbekommen: In der Silvesternacht kommt es im Walliser Dorf Crans-Montana zu einem Unglück. In einer Bar bricht ein Grossbrand aus, bei dem 40 junge Menschen ums Leben kommen. Seither trauert die ganze Schweiz und viele Menschen haben Mitgefühl mit den Opfern. «Als ich die Nachricht erfahren habe, war ich traurig und konnte nicht verstehen, wie das passieren konnte. Ich war voller Fragen», sagt Nio aus der 6. Klasse der Primarschule Ried-Brig (VS).
SRF Kids Reporterin Laura besucht die Schulklasse am Freitag, 9. Januar 2026, denn dann findet der nationale Trauertag für die Opfer des Brandes statt. In vielen Schweizer Orten gibt es Gedenkfeiern und um Punkt 14:00 Uhr läuten die Kirchenglocken. Das Glockenläuten leitet die Schweigeminute ein. Das bedeutet: Während einer Minute sind alle ganz still und denken an die Opfer. Diese wird in Schulklassen, im öffentlichen Verkehr und an vielen weiteren Orten gehalten.
So hat die Schweiz die Schweigeminute verbracht
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Bild 1 von 4. In Martigny (VS) findet die nationale Gedenkfeier statt. Auf dem Bild siehst du, wie Zivilschutzangestellte trauern. Bildquelle: EPA / FABRICE COFFRINI / POOL.
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Bild 2 von 4. SBB-Personal und Passant:innen halten am Hauptbahnhof in Zürich inne. Bildquelle: EPA / ANDREAS BECKER.
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Bild 3 von 4. In Crans-Montana versammeln sich Menschen, um den Opfern zu gedenken. Bildquelle: EPA / ALESSANDRO DELLA VALLE .
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Bild 4 von 4. Auch in Lausanne (VD) kommen die Menschen zusammen, um den Opfern zu gedenken. Bildquelle: EPA / VALENTIN FLAURAUD.
An der Schweigeminute nimmt auch die 6. Klasse der Primarschule Ried-Brig teil: Nach der Pause sind alle noch ganz aufgedreht und laut. Sobald die Schweigeminute beginnt, werden alle ruhig und gedenken den Opfern. Das Fenster des Klassenzimmers ist geöffnet und die Kirchenglocken läuten in der Ferne. Nachdem die Minute um ist, teilt die Klasse ihre Gedanken mit.
Für mich war es nicht schwierig, still zu sein, aber es war ein spezielles Gefühl, anderen Menschen Mitgefühl zu geben.
Mit jemandem mitzufühlen, nachdem etwas Schlimmes passiert ist, nennt man Solidarität. Aus Solidarität wurde zum Beispiel auch die Schweigeminute ins Leben gerufen.
In dieser Minute gehen viele Gedanken durch den Kopf: «Zuerst habe ich an die Personen gedacht, welche gestorben sind, und an die, die jemanden verloren haben. Für die Verwandten und die Ersthelfer:innen war es sicher auch schwer anzuschauen», sagt Alessio. Nio sagt, dass alle, die weinen oder traurig sind, nie alleine seien, weil es überall eine helfende Hand gebe.
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Bild 1 von 4. Livia belastet es, wenn sie Videos vom Unglück auf Social Media sieht. Bildquelle: SRF Kids / Laura Dünser.
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Bild 2 von 4. Alessio (links) hat während der Schweigeminute an die Opfer gedacht. Bildquelle: SRF Kids / Laura Dünser.
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Bild 3 von 4. Soraya versucht, schnell weiter zu scrollen, wenn sie auf Social Media schlimme Videos sieht. Bildquelle: SRF Kids / Laura Dünser.
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Bild 4 von 4. Nio versteht es nicht, wie so etwas passieren konnte. Bildquelle: SRF Kids / Laura Dünser.
Das kannst du tun, wenn es dir zu viel wird
An die Betroffenen zu denken und Mitgefühl zu zeigen, ist sehr schön, aber du sollst dich nicht übernehmen. Falls du manchmal von schlechten Nachrichten überwältigt bist, hat die Klasse einen Rat: «Mit der Familie darüber sprechen oder mit Freunden etwas Cooles unternehmen hilft».
Die Bilder und die Videos können auch zu viel werden: «Ich habe viele Videos auf Social Media und in den Nachrichten gesehen. Ich sehe diese Videos nicht gerne, weil sie mich belasten», sagt Livia. Wenn du dich gleich wie Livia fühlst, dann tut es gut, wenn du eine Weile auf Social Media verzichtest und weniger News konsumierst. Weitere Tipps, wie du mit schlechten Neuigkeiten besser umgehen kannst, findest du hier.
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