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Um dieses Buch handelt es sich: «Eurotrash» von Christian Kracht
Aus Literaturclub vom 18.05.2021.
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Freiwilliger Verzicht Christian Kracht zieht «Eurotrash» vom Schweizer Buchpreis zurück

Der Schriftsteller Christian Kracht war mit «Eurotrash» für den Schweizer Buchpreis 2021 nominiert. Jetzt hat er seinen Roman zurückgezogen – mit dem er aber den deutschen Buchpreis gewinnen könnte.

Kracht habe die Trägerschaft des Schweizer Buchpreises in einem Brief über seinen Verzicht informiert, teilte der Schweizer Buchhändler- und Verlegerverband (SBVV) am Dienstag mit.

Zur Begründung habe der Autor angegeben, er möchte «der Diskussion über die Förderung meines Werkes, wie sie bisweilen in einigen Schweizer Medien betrieben wird, nicht weiteren Stoff liefern.»

Zudem habe Kracht den Schweizer Buchpreis bereits 2016 erhalten und wollen nun den anderen vier nominierten Autorinnen und Autoren eine höhere Chance geben, heisst es in dem SBVV-Communiqué weiter.

Verband bedauert Verzicht

Der Verband bedauere Krachts Entscheidung, «besonders da sie zu diesem späten Zeitpunkt» komme. Die Liste der fünf für den Preis nominierten Autorinnen und Autoren war am 15. September bekannt gegeben worden.

Der Preis soll am 7. November im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals BuchBasel vergeben werden – an eine oder einen der vier verbleibenden Nominierten.

Kracht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreis

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Drei Männer und drei Frauen stehen auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2021, wie die Jury am Dienstag bekannt gab.

  • Norbert Gstrein («Der zweite Jakob»
  • Monika Helfer («Vati»)
  • Christian Kracht («Eurotrash)
  • Thomas Kunst («Zandschower Klinken»)
  • Mithu Sanyal («Identitti»)
  • Antje Rávik Strubel («Blaue Frau»)

Die sechs Finalistinnen und Finalisten zeigten «den stilistischen, formalen und thematischen Reichtum der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur», sagte Jury-Sprecher Knut Cordsen. Zudem zeugten sie «von der immensen Lust und hohen Könnerschaft, Geschichten zu erzählen».

Welches Buch die Jury am Ende als den besten Roman des Jahres 2021 auszeichnen wird, steht in vier Wochen fest.

 

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Hermann Roth  (Dr. Wissenschaftler)
    "Zur Begründung habe der Autor angegeben, er möchte «der Diskussion über die Förderung meines Werkes, wie sie bisweilen in einigen Schweizer Medien betrieben wird, nicht weiteren Stoff liefern.»" Worum ging es denn bei dieser Diskussion?
    1. Antwort von Kurt Scherrer  (kurtskommentar)
      ich hab mich auch gewundert, das internet wusste zum glück rat :-)
      im st. galler tagblatt wird dazu erklärt: "....Damit spielt der Schriftsteller auf einen Artikel im Tages Anzeiger vom 4. Oktober 2020 an. Darin war kritisiert worden, dass ein Bestsellerautor wie Kracht, der zudem aus reichem Hause stamme, von der Kulturstiftung Pro Helvetia 25 000 Franken als Werkbeitrag für seinen neuen Roman erhält...."
    2. Antwort von Sebastian Demlgruber  (SeDem)
      @Kurt Scherrer: Danke für die schnelle Recherche. Das sollte eigentlich der Autor des Beitrags oder seine Redaktion von sich aus erledigt und ergänzt haben…
    3. Antwort von SRF Kultur editor
      @Sebastian Demlgruber: Hier finden Sie die etwas ausführlichere Analyse dazu: https://www.srf.ch/kultur/literatur/schweizer-buchpreis-steckt-kalkuel-hinter-diesem-kracht-akt